Modernes Badezimmer mit minimalistischer Einrichtung, schwarzem Wasserhahn und dezenter Beleuchtung.

Ratgeber Badezimmerbeleuchtung Licht im Bad: Hell und stimmungsvoll

Der Tag beginnt und endet im Bad - umso wichtiger, dass ihr hier das richtige Licht habt. Was „richtig“ heißt, ist jedoch im Badezimmer relativ: Morgens ist eine andere Beleuchtung gefragt als beim abendlichen Schaumbad. Und: Die Sicherheit steht in diesem Raum ganz weit oben auf der Agenda.

Lichtvouten für stimmungsvolles Licht

Ein von hinten beleuchteter Spiegel, Lichtbänder, die indirekt über die Wände den Raum beleuchten, oder Möbel, die durch Licht von unten zu schweben scheinen: Lineare Lichtleisten und LED-Stripes zaubern eine ganz besondere Atmosphäre.

Schutzbereiche im Badezimmer

Im Badezimmer trifft Feuchtigkeit auf Strom - eine potenziell gefährliche Mischung. Deshalb gelten hier besondere Vorsichtsmaßnahmen: Leuchten, die ihr im Badezimmer installiert, müssen bestimmte Sicherheitsvorschriften erfüllen. Hier erfahrt ihr, was ihr bei der Leuchtenauswahl fürs Badezimmer beachten müsst.

Lichtberatung

Dein Leben. Unser Licht.

Ob entspannend, belebend oder flexibel anpassbar – wir gestalten Lichtkonzepte, die genau zu dir und deinen Anforderungen passen.

Projekte

Wandleuchten spenden warmes Licht im Büro

Repräsentatives Licht für eine moderne Villa

Neues Licht für das renovierte Elternhaus

Ein Lichtkonzept, individuell und verspielt

Die Pendelleuchte als leuchtendes Kunstwerk

Helles Büro mit natürlichem Charme

Raumlicht für die Eventlocation

Ein Keller wird zur Wohlfühloase

Licht für ein einladendes Zuhause

Schienenstrahler für das Bücherregal

Flexibles Licht mit prediger.base

Der Markenkatalog von prediger.select vor einem hellgrauen Hintergrund. Auf dem Cover ist eine s.100 Pendelleuchte von prediger.select in Gold zu sehen. Der Katalog ist neu und ab sofort bestellbar.
Lichtberatung zum Blättern und Stöbern!
In unseren Katalogen und Booklets findet ihr alles, was ihr für gutes Licht in Haus und Garten braucht.

Decke, Spiegel, Badewanne Tipps für das Licht im Badezimmer

Ähnlich wie die Küche gehört auch das Badezimmer zu den sogenannten „Funktionsräumen“ der Wohnung. In den vergangenen Jahren jedoch ist das moderne Bad der reinen Funktion entwachsen: Im Tagesverlauf werden unterschiedliche Anforderungen gestellt - auch an die Beleuchtung. Daher sollte sich das Lichtkonzept im Badezimmer flexibel an die wechselnden Anforderungen anpassen.

Sicherheit geht vor: Schutzbereiche

Man kann es nicht oft genug sagen: Sicherheit geht vor! Gerade bei Leuchten im Badezimmer, gerade bei der Kombination von Wasser und Strom. Um eine Gefährdung auszuschließen, solltet ihr euch genau an die Vorgaben halten, die aus den Schutzbereichen im Badezimmer folgen. Diese geben für klar definierte Zonen die nötigen Schutzarten und Schutzklassen vor.

Wenn ihr auf Nummer Sicher gehen wollt, greift ihr auch außerhalb der Schutzbereiche zu Leuchten mindestens mit Schutzart IP 44. Das ist gerade dann ratsam, wenn euer Bad keine Fenster hat und die Feuchtigkeit dadurch schlechter abzieht. Auch kleine Kinder sind nicht unbedingt dafür bekannt, sich immer an DIN-Normen zu halten. Im Haushalt kann der Nachwuchs für Spritzwasser an Stellen sorgen, mit denen Elektriker und Architekten nie gerechnet hätten. Deshalb: Lieber vorsichtig sein und eine höhere Schutzart wählen als vorgeschrieben.

Beleuchtung im Bad: Hell und schattenfrei

Ein gutes Lichtkonzept für das Badezimmer strukturiert den Raum, schafft Sicherheit bei Rutschgefahr und bietet blendfreies Licht beim Waschen, Schminken und Rasieren. Als Grundkomponenten gibt es zwei Beleuchtungsarten: Zum einen die Allgemeinbeleuchtung, in der Regel umgesetzt durch Deckenleuchten sowie durch das Licht am Spiegel. Zum anderen die Akzentbeleuchtung, zu der alle weiteren Badleuchten zählen. Diese Akzentlichter unterstützen den Raum in seiner individuellen, atmosphärischen Ausbildung. Auch wenn einzelne Leuchten und Installationen dekorativen Charakter haben können, spielt die dekorative Beleuchtung durch Lichtobjekte im Badezimmer eher keine Rolle.

Die Anforderungen an die Helligkeit sind im Badezimmer etwa doppelt so hoch wie in einem Wohnraum. Wie viele Leuchten ihr tatsächlich braucht und wie lichtstark diese sein müssen, ergibt sich aus der Größe des Badezimmers: 250 bis 300 Lumen pro Quadratmeter sollten es schon sein.  Auch die Farbe der Oberflächen und der Einrichtung spielt eine Rolle: Weiße Oberflächen reflektieren mehr Licht als dunkle Kacheln oder Badmöbel. Im letzteren Fall braucht ihr tendenziell mehr Helligkeit.

Die richtige Lichtfarbe fürs Badezimmer

Wie bei vielen ursprünglichen Funktionsräumen im Haus ist die Antwort auf die Frage nach der richtigen Lichtfarbe im Badezimmer ein deutliches „Es kommt darauf an“: Morgens kann eine kühlere Lichtfarbe mit höheren Blauanteilen dabei helfen, schneller wach und munter zu werden. Abends und nachts ist diese aktivierende Wirkung nicht erwünscht.

Nicht alle Lampen und Leuchten können jedoch die Lichtfarbe variieren. Fürs heimische Badezimmer gilt wie für alle Privaträume: Warmweißes Licht ist immer eine gute Wahl. Positiver Nebeneffekt im Bad: Die hohen Rotanteile des warmweißen Lichts lassen die Haut lebendig und gut durchblutet wirken, während kühleres Licht manchmal einen blassen, fahlen Eindruck entstehen lassen kann. „Warmweiß“ beschreibt eine Farbtemperatur von bis zu 3000 Kelvin (K), noch wärmere, gemütlichere 2700 K werden als „Warmweiß extra“ bezeichnet. Diese Lichtfarbe entspricht in etwa dem Farbeindruck einer herkömmlichen Glühlampe mit 80 bis 100 Watt Leistung. Dank moderner LED-Technologie sind Farbtemperatur und Helligkeit mittlerweile unabhängig voneinander.

Eine eindeutige Antwort allerdings gibt es beim Thema Farbwiedergabe: je höher, desto besser. Einen Farbwiedergabeindex (CRI) von 90 sollten Ihre Badezimmerleuchten mindestens haben, insbesondere bei Badezimmern ohne direktes Tageslicht.

Diffus-allgemein strahlende Leuchten auf beiden Seiten des Spiegels (IC Lights von Flos) sorgen für eine helle und doch schattenfreie Ausleuchtung jedes noch so markanten Gesichts.

Akzentbeleuchtung: Blendungen vermeiden

Blendung nennt man eine durch zu hohe Helligkeiten ausgelöste optische Störung und eine damit einhergehende visuelle Überforderung. Sie entsteht, wenn die Anpassungsfähigkeit des Auges durch die Lichtintensität übermäßig strapaziert wird. Direktblendung entsteht durch Leuchten oder Flächen mit einer zu hohen Leuchtdichte. Ihr vermeidet sie durch eine durchdachte Positionierung der Lichtquelle oder durch lichtstreuende oder lichtlenkende Elemente wie Abblendungen und Diffusoren. Bedenkt dabei unbedingt die Perspektiven, die ihr einnehmt: Ein Deckenstrahler blendet vielleicht nicht, wenn ihr vorm Spiegel steht – anders sieht es eventuell aus, wenn ihr in der Badewanne liegt und zur Decke schaut.

Gerade im Badezimmer solltet ihr daran denken: Blendungen entstehen nicht nur direkt durch die Leuchtmittel, sondern auch indirekt durch Reflexion. Neben dem Spiegel können im Bad glänzende Armaturen für störende Lichtreflexe sorgen. Wenn ihr plant, wo ihr eure Badezimmerleuchten positionieren wollt, solltet ihr dabei Wasserhahn, Duschkopf & Co. berücksichtigen.

Stimmungsvolles Licht: Das Bad als Wellness-Oase

Über den Tag hinweg ändern sich die Anforderungen an die Badezimmerbeleuchtung. Beim entspannenden Vollbad oder kurz vorm Schlafengehen ist kein helles und aktivierendes Licht mehr gefragt. Das könnt ihr in eurem Lichtkonzept auf mehrere Weisen realisieren: Dimmbare Leuchten sind eine Option, verschiedene einzeln schaltbare Lichtquellen eine andere. Selbstverständlich lässt sich das kombinieren.

Wenn ihr im Badezimmer Leuchten nutzt, die sich dimmen lassen, könnt ihr die Helligkeit über den Tagesverlauf an eure Anforderungen anpassen: Helleres Licht am Morgen und Mittag, gedämpftes Licht am Nachmittag und Abend. In der Regel ändert ihr durch die Dimmung die Intensität des Lichts, nicht dessen Farbtemperatur: Eine neutralweiße Lampe leuchtet auch gedimmt noch neutralweiß. Die Ausnahmen von der Regel tragen Bezeichnungen wie „Dim to warm“: Hierbei ändert sich beim Dimmen auch die Lichtfarbe – je geringer die Helligkeit, desto höher der Anteil roten Lichts und desto gemütlicher und entspannender die Lichtwirkung. Noch einen Schritt weiter geht ihr mit Leuchten, bei denen sich Helligkeit und Lichtfarbe unabhängig voneinander variieren lassen.

Doch was, wenn so eine Steuerung nicht gewollt oder durch die Elektroinstallation nicht möglich ist? In diesen Fällen erreicht ihr die gewünschte Lichtstimmung mit der Kombination mehrerer Lichtquellen, die unabhängig voneinander schaltbar sind. Beispiel: Eine zentrale Deckenleuchte sorgt für eine ausgewogene Allgemeinbeleuchtung, eine zuschaltbare Funktionsbeleuchtung am Spiegel garantiert helles Licht beim Schminken, Waschen und Rasieren. Gleichzeitig schafft die Spiegelbeleuchtung allein ohne die Deckenleuchte eine weniger helle, behaglichere Lichtstimmung.

Badezimmer mit s.100 Pendelleuchte in Schwarz von prediger.select, die neben dem Waschbecken hängt. Über dem Spiegel wurde eine p.078 Wandleuchte von prediger.base.
Der Deckenstrahler p.078 von prediger.base und die Pendelleuchte s.100 von prediger.select sind so ausgerichtet, dass weder Spiegel noch Armaturen störende Reflexe erzeugen.