Frohes Festessen: Das richtige Licht am Esstisch

Ob Gänse- oder Rinderbraten, Karpfen, Fondue oder Würstchen mit Kartoffelsalat: Zu Weihnachten rückt traditionell der Esstisch in den Fokus. Noch festlicher wird das Feiertagsmenü mit dem richtigen Licht. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen. 

Das Auge isst mit: Die richtige Lichtstimmung am Esstisch schaffen Sie wie hier mit mehreren c.Pace pendant-Pendelleuchten. (Foto: Christoph Kügler)

Gemeinsam essen, spielen oder gesellig beisammensitzen: Der Esstisch bildet den Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens in vielen Wohnungen. Er ist der tägliche Treffpunkt, an dem man isst, Neuigkeiten austauscht, Zeit miteinander verbringt – der soziale Kitt des Familienlebens. Und mancherorts ist er dank Homeoffice und Homeschooling auch Büro oder Schulbank. Das richtige Licht kann all diese Funktionen unterstützen.

Das richtige Licht: Tipps für gute Beleuchtung im Esszimmer

Weihnachten gilt als das Fest der Familie, und bei den meisten steht ein üppiges Mahl auf dem Festtags-Programm. Der Esstisch rückt dabei in den Fokus, ganz gleich ob er in der Wohnküche steht oder Teil eines Wohn-Essbereichs ist. und eine gut geplante Beleuchtung kann die gesellige Stimmung fördern. Von wenigen grundlegenden Empfehlungen profitiert dabei jede Esstisch-Beleuchtung. Wir verraten Ihnen die wichtigsten Tipps für das Licht an Ihrem Esstisch.

Tipp 1: Lichtcharakteristik, Farbtemperatur und CRI

Wie Licht wirkt ist abhängig von der Art, wie es auf die zu beleuchtende Fläche trifft. Indirektes Licht entfaltet seine Wirkung erst über die Reflexion, etwa an der Decke. Direktes Licht hingegen scheint unmittelbar auf eine Fläche. So entstehen starke Kontraste, und der deutliche Unterschied zwischen hell und dunkel lenkt die Aufmerksamkeit. Der helle Tisch wird in Kontrast zur dunkleren Umgebung betont, es entsteht eine regelrechte Lagerfeuer-Atmosphäre. Mit den entsprechenden Leuchten für den Esstisch wird dieser Effekt recht einfach erzielt.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung von Farbtemperatur und Farbwiedergabeindex. Beide wirken auf den ersten Blick eher technisch, haben jedoch eine starke emotionale Wirkung. Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) gemessen und drückt aus, wie hoch die Rot- und Blauanteile des Lichts sind. Warmweißes Licht mit einer Farbtemperatur von 2700 K wirkt mit seinem hohen Anteil roten Lichts besonders gemütlich, behaglich und warm – ideal für die Esstischbeleuchtung.

Der Farbwiedergabeindex, abgekürzt CRI, gibt an, wie originalgetreu die Farben der Gegenstände erscheinen, die mit diesem Licht angestrahlt werden. Als Referenz dient das Sonnenlicht, das mit einem CRI von 100 definiert ist. Damit das Essen auch so aussieht wie in der Küche oder im Supermarktregal, sollte die Farbwiedergabe möglichst gut sein. Ein Index von 90 und mehr ist die Empfehlung – so leuchten Tomaten in kräftigem Rot und Salat in knackigem Grün.

Der Esstisch richtig beleuchtet: Tisch und Leuchten sind in diesem Beispiel gut aufeinander abgestimmt. (Foto: Prediger Lichtberater)

Tipp 2: Vermeiden Sie Blendungen

Blendungen stören. Von Blendung spricht man, wenn zu hohe Leuchtdichten die Anpassungsfähigkeit des Auges überfordern und die Sehfähigkeit eingeschränkt ist. Blendung wird als unangenehm, manchmal sogar schmerzhaft empfunden. Sie sollte unbedingt vermieden werden – erst recht an einem Platz, der gemütlich und gesellig sein soll.

Am Esstisch entstehen Blendungen in der Regel auf zwei Arten: Entweder direkt durch die Leuchte oder durch eine Reflexion, etwa an der Tischplatte. Letzteres betrifft dabei nur Tische mit reflektierenden Oberflächen wie Glas, poliertem Marmor und ähnlichem. Platzsets und Tischdecken eliminieren – richtig positioniert – diese Blendungen sofort. Wenn man diese nicht nutzen kann oder will, kann indirektes Licht die Lösung sein. Bei einigen Leuchten können der direkte und der indirekte Lichtstrom unabhängig voneinander geschaltet oder gedimmt werden.

Auch die direkte Blendung durch die Leuchte lässt sich relativ leicht beheben durch die richtige Positionierung: Besonders direkt strahlende Pendelleuchten  sollten nicht so hoch aufgehängt sein, dass man direkt auf die Lichtquelle blicken kann – andererseits jedoch auch nicht so niedrig, dass sie den Personen am Tisch die Sicht versperrt. Wie hoch genau eine Leuchte aufgehängt werden sollte, ist abhängig von der Bauart und der Größe der Personen, die am Tisch sitzen, ungefähr 60 Zentimeter sind allerdings meist eine gute Empfehlung.
Diffuses oder indirektes Licht helfen, Blendung zu vermeiden – jedoch beraubt man sich hier der intensiven Lichtwirkung des direkten, gerichteten Lichts.

Tipp 3: Stimmen Sie Leuchte(n) und Tisch aufeinander ab

Dieser Tipp ist zu großen Teilen eine Geschmacksfrage. Allgemeine Regeln lassen sich deshalb kaum geben jenseits von: Es muss halt passen. In erster Linie bezieht sich das auf den Einrichtungsstil. Eine moderne Leuchte über einem modernen Tisch ist stimmig – ein spannender Kontrast zwischen rustikaler Tafel und futuristischer Beleuchtung kann jedoch nicht weniger gut aussehen.

Weniger eine Frage des Geschmacks sind die Proportionen: Ein riesiger Kronleuchter über einem kleinen Esstisch lässt diesen noch kleiner wirken. Auch hier gilt: Es sollte passen.
Definitiv passen sollte auch die Ausleuchtung: Eine kleine, direkt strahlende Pendelleuchte mit ihrem runden Lichtkegel wird eine lange Tafel nicht angemessen ausleuchten – ein Problem, dass sich mit mehreren Pendelleuchten nebeneinander jedoch recht leicht lösen lässt. Eine längliche Pendelleuchte wiederum würde an einem runden Tisch zwei Seiten zu sehr hervorheben und so dem Kreis seinen egalitären Charakter rauben. Diffuses und indirektes Licht erleichtern erneut die Herausforderung, den Tisch gleichmäßig auszuleuchten – durch die nicht zu vermeidende Aufhellung der Umgebung verliert die Lichtstimmung aber an Gemütlichkeit.

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