Einbauleuchten: Warum eine Lichtberatung so wichtig ist

Einbauleuchten und Downlights sind aus modernen Lichtkonzepten und Beleuchtungsplanungen kaum mehr wegzudenken. Doch so klein und unscheinbar diese Leuchten auf den ersten Blick erscheinen mögen: Sie setzen eine frühzeitige Planung voraus.

agsdgajhsdgjahsd. Alle Fotos: Prediger

Das Lichtkonzept sollte stehen, bevor der Haus- oder Umbau beginnt. Denn dann können die Einbaudosen problemlos in die Decke eingebracht werden. Deshalb empfehlen wir eine frühzeitige Lichtberatung. (Foto: Prediger Lichtberater)

Sie garantieren nicht nur eine gute Allgemeinbeleuchtung, sondern können an den Vertikalen wunderbare Akzente setzen und Räume modellieren: Die Rede ist von Einbauleuchten und Downlights. Doch die unscheinbaren Leuchten setzen eine frühzeitige Planung und eine enge Kooperation des Architekten mit dem Lichtberater sowie den unterschiedlichen Gewerken voraus. Das heißt, bereits in der Rohbauphase wird das Fundament für ein schlüssiges Lichtkonzept gelegt. Oder anders ausgedrückt gilt für eine Lichtberatung: Je früher, desto besser. Um die Einbaudosen, die den Korpus der Einbauleuchten und den dazugehörigen LED-Treiber aufnehmen, in jedem Fall an den richtigen Stellen zu platzieren, steht am Anfang einer jeden Lichtplanung immer die Frage nach der Nutzung des Raumes, was wiederum entscheidend für den Möblierungsplan ist. Außerdem wäre noch zu klären, welche Bereiche akzentuiert und welche Objekte später in Szene gesetzt werden sollen, ehe der endgültige Beleuchtungsplan erstellt werden kann. Die Auswahl der Leuchten erfolgt immer erst im letzten Schritt.

Dieser Querschnitt einer in Beton eingegossenen Einbaudose zeigt, dass über der flachen Leuchte noch Platz für den Treiber und die Elektronik bleiben muss. Außerdem muss sich die warme Luft ausbreiten können.

Dieser Querschnitt einer in Beton eingegossenen Einbaudose zeigt, dass über der flachen Leuchte noch Platz für den Treiber und die Elektronik bleiben muss. Außerdem muss sich die warme Luft ausbreiten können. (Foto: Prediger Lichtberater)

Die optimale Lösung: Einbaudosen für die Leuchten in die Decke einlassen

Im besten Fall ist die Lichtplanung bereits abgeschlossen, bevor der eigentliche Hausbau beginnt. Dann nämlich können die für Einbauleuchten bzw. Downlights notwendigen Einbaudosen bereits in die Betondecke eingegossen und die Zuleitungen an den entsprechenden Stellen eingeputzt werden. Das erfordert allerdings von allen Gewerken größtmögliche Präzision, denn jede Verschiebung oder jede Unachtsamkeit führt später zu Problemen bei der Leuchtenmontage. Nachträgliche Bohrungen in die fertige Decke sind zwar in den meisten Fällen möglich – aber auch sehr aufwendig. Statik und Ästhetik sollten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Vor allem in niedrigen Räumen empfiehlt sich daher ein bündiger Einbau in die Decke, während in hohen Räumen oder sanierten Altbauten alternativ auch runde oder eckige Deckenaufbauleuchten installiert werden können.

IMG_5002

Downlight in angehängter Gipskarton-Decke. (Foto: Prediger Lichtberater)

Eine gute Alternative: Die Decke mit Gipskartonplatten oder Paneelen abhängen

LED-Einbauleuchten sind echte Alleskönner, denn sie sorgen in fast jedem Raum für gutes Licht. Ob im Bad, im Wohnzimmer, in der Küche, im Essbereich, Flur oder Büro – die kompakten Lichtwunder, die sich bestenfalls auch noch drehen und schwenken lassen, sind einfach überall zu finden. Bei rechtzeitiger Planung werden sie bündig in die Decke eingelassen. Das ist die eleganteste Lösung. Doch was tun, wenn die Lichtplanung aus den unterschiedlichsten Gründen eben nicht vor dem Hausbau, sondern erst im Zuge des Innenausbaus erfolgt? Auch für diesen Fall gibt es natürlich Lösungen. Die gängigste ist, die Decke zum Beispiel mit Gipskartonplatten oder Paneelen abzuhängen. Allerdings nur, wenn es die Raumhöhe auch zulässt. Vergewissern Sie sich unbedingt vor dem Abhängen der Decke, dass die Downlights auch vollständig im Hohlraum verschwinden können und zugleich genügend Luft zwischen dem eingelassenen Leuchtenkorpus und der Betondecke bleibt.

Denn der Korpus von LED-Einbauleuchten, der in der Decke verschwindet, dient gleichzeitig als Kühlkörper. Das bedeutet, dass die Wärme, die beim Betrieb der Leuchte entsteht, über den Korpus an die Umgebung abgegeben wird. Deshalb ist es zwingend notwendig, dass die Luft im Hohlraum zirkulieren kann. Befindet sich in der abgehängten Decke vielleicht sogar eine Dämmschicht oder wird die Leuchte an hitzeempfindlichen Materialien wie Holz befestigt, ist eine Einbaudose in jedem Fall zwingend erforderlich. Sie sorgt als „Schutzschicht“ zwischen den Baumaterialien und der Leuchte dafür, dass die entstehende Wärme nicht an die Decke bzw. die hitzeempfindlichen Materialien abgegeben wird. Achten Sie außerdem darauf, dass die Einbaudose genügend Platz für Leuchte und Treiber bietet und der Treiber auch der Länge nach vollständig durch das Montageloch in der Decke passt.

Deckenaufbauleuchte im Querschnitt.

LED-Deckenaufbauleuchte im Querschnitt. (Foto: Prediger Lichtberater)

Möglichkeit Nummer 3: Deckenaufbauleuchten sorgen ebenfalls für gutes Licht

Sollten Sie weder die Chance haben, Einbaudosen für die neuen Downlights in die Betondecke eingießen zu lassen, noch die Decke abzuhängen, können Sie aber auch auf viele Aufbauleuchten zurückgreifen – vorausgesetzt, die Raumhöhe lässt das zu. Deckenaufbauleuchten benötigen keinen Platz in der Decke, dafür aber natürlich Stromauslässe an den gewünschten Stellen, damit die Leuchten angeschlossen werden können. Der Kunde hat wie immer die Qual der Wahl. Denn Deckenaufbauleuchten gibt es in allen erdenklichen Formen und Größen. Mit dreh- und/oder schwenkbarem Leuchtenkopf. Eng- oder weitstrahlend. Mit oder ohne Diffusor. Deckenaufbauleuchten verringern zwar den Installationsaufwand an massiven Decken oder in bestehender Architektur, andererseits wirken sie in einigen Räumen wie dem Wohn-, Schlaf oder Esszimmer zuweilen ein wenig deplatziert. Aber das ist wie so vieles ja auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Fazit: Denken Sie rechtzeitig an das Licht und nehmen Sie eine professionelle Lichtberatung in Anspruch, damit wir zusammen mit Ihnen die optimale Lichtlösung für Ihre Situation entwickeln können. Gerade die Planung und Anordnung von Einbauleuchten kann nämlich gar nicht früh genug erfolgen.

Zum Seitenanfang