Arbeiten von Lichtberühmtheiten im Zentrum für Internationale Lichtkunst

Tief unter der Erde, in den labyrinthischen Gängen, Kühlräumen und Gärbecken eines ehemaligen Brauereigebäudes finden Beleuchtungsinstallationen eine faszinierende Präsentationsfläche: Das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna stellt dort Werke der weltweit bekanntesten Lichtkünstler aus.

Floater 99 James Turrell
James Turrells Floater 99 zeigt die entgrenzende Wirkung von Licht. Foto: Frank Vinken

Lichtkunst gilt als eine ganz besondere Form des zeitgenössischen, schöpferischen Ausdrucks, die neben Malerei, Plastik und Fotografie einen eigenständigen Platz einnimmt. Wer sich dafür begeistert, der hat in Unna Gelegenheit, beeindruckende Installationen bekannter Künstler zu erleben. Im Museum Zentrum für internationale Lichtkunst sind inzwischen Arbeiten von dreizehn Größen der Szene eigens für die Räumlichkeiten geschaffen worden. Jedes der präsentierten Werke ist speziell auf die lokalen Gegebenheiten abgestimmt. Die Betrachter durchschreiten die einzelnen Bereiche und erleben so die unterschiedlichen Dimensionen von Licht in seiner räumlichen Gestaltung.

Aktuelle Werke in der Dauerausstellung

Jan van Munster, Vera Röhm oder Björn Dahlem: Namen, die in der Lichtwelt alles andere als Unbekannte sind. Es handelt sich dabei um drei der zwölf erfolgreichen Künstler, die ihre Arbeiten in Unna ausstellen, aber auch weltweit begeistern. Außerdem sind Schöpfungen von Mario Merz, Joseph Kosuth, Mischa Kuball, Rebecca Horn, Christina Kubisch, Keith Sonnier, François Morellet, Christian Boltanski, Brigitte Kowanz und Olafur Eliasson Teil der aktuellen Ausstellung.

Olafur Eliasson Der reflektierende Korridor
„Der reflektierende Korridor“ von Olafur Eliasson soll an einen Wasserfall erinnern. Foto: Frank Vinken

Im Mittelpunkt der Sammlung steht allerdings das Werk von James Turrell, der mit zwei Installationen vertreten ist. Er ist der wohl bekannteste Repräsentant der Lichtkunst und widmet sein Schaffen schon seit den 60er Jahren dieser ästhetischen Form. Das in Unna gezeigte Werk Floater 99 soll zugleich die Materialisierung des Lichts und die Entgrenzung der Wahrnehmung erwirken. Der Betrachter wird dafür vollständig von Licht umhüllt, so dass der Raum um ihn herum grenzenlos erscheint. Die zweite Arbeit von James Turrell ist Third Breath, eine zweistöckig angelegte Architektur, die an das technische System einer Lochkamera erinnert.

Besucher des Zentrums für Lichtkunst erleben dreizehn faszinierende Räume und können die Werke und Ideen der Künstler auch über eine sachkundige Führung intensiv kennenlernen. Wer sich ein umfassendes Bild von der Gattung Lichtkunst machen möchte, für den lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall.

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