„Lux Hamburg“: Künstler und Stadt feiern das Internationale Lichtjahr

Eine Weltstadt wie Hamburg darf bei einem Weltereignis wie dem „Internationalen Jahr des Lichts“, das die UNESCO bekanntlich für 2015 ausgerufen hat, nicht außen vor bleiben. Das dachte sich auch Bettina Catler-Pelz, international tätige Kuratorin mit dem Schwerpunkt Licht in Kunst, Design sowie Architektur. Sie plante deshalb ein großes Lichtfestival in der Hansestadt. Es sollte die Bedeutung des Lichts für Wissenschaft, Natur, Technik und Kultur herausstellen, kann aufgrund von Finanzierungsproblemen aber nicht mehr in der geplanten Größenordnung stattfinden. Als kleinen Ersatz gibt es im Rahmen von „Lux Hamburg“ ab heute „HAMBURG 17:36“, eine gemeinsame Ausstellung von 16 (Licht-)Künstlerinnen und (Licht-)Künstlern, die allesamt in der Stadt leben und arbeiten.

Das ursprünglich geplante Hamburger Lichtfestival konnte aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten nicht umgesetzt werden, als Ersatz findet noch bis zum 21. Februar 2015 die Veranstaltung "HAMBURG 17:36" statt. Foto: Veranstalter

Das ursprünglich geplante Lichtfestival konnte aufgrund von Finanzierungsschwierigkeiten nicht umgesetzt werden, als Ersatz findet noch bis zum 21. Februar 2015 „HAMBURG 17:36“ statt. Foto: Veranstalter

Die Liste der Künstler ist lang, ihre jeweiligen Ansätze dementsprechend unterschiedlich – trotzdem haben sie alle ein gemeinsames Ziel: Mit ihrer Ausstellung wollen sie zeigen, wie vielfältig die künstlerische Auseinandersetzung mit Licht sein kann. Hinrich Gross, Sigrid Sandmann, Ute Kühn, Falk von Traubenberg, Ilka Vogler, Georg Kühn, Sabina Simons, Katrin Bethge, Josephin Böttger, Jan-Philip Scheibe, Boris Frentzel-Beyme, Till Schwieker, Kathrin Haassengier, Eike Hinrichs, Guillermo F. Heinze und Julius Schmiedel zeigen ihre Werke gemeinsam in der Ausstellung „HAMBURG 17:36“ vom 19. bis 21. Februar im ehemaligen Pavillion der HafenCity Universität Hamburg an der Averhoffstraße 38.

Faszinierende Lichtkunst im alten HafenCity Pavillion

Eigentlich steht das Gebäude derzeit leer, doch die Hamburg Kreativ Gesellschaft ermöglicht es den Künstlerinnen und Künstlern, dass sie ihre Lichtkunst dort ausstellen können. „Oft fehlt es Kunst- und Kulturschaffenden an Möglichkeiten, ihre Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit den Räumen in der ehemaligen HafenCity Universität bieten wir Kreativen in Hamburg eine Ausstellungsfläche und Plattform zur Erprobung ihrer Konzepte und Geschäftsideen“, lobt Hamburgs Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler die Kreativ Gesellschaft Hamburg. Kisseler wird heute Abend zur feierlichen Eröffnung von „HAMBURG 17:36“ mitsamt des „Lichtcampus“ im HafenCity Pavillion genauso zugegen sein wie alle Künstlerinnen und Künstler.

Künstlerinnen und Künstler stellen ihre Arbeiten persönlich vor

Der feierlichen Ausstellungseröffnung dürfen ausschließlich geladene Gäste beiwohnen, ab morgen (19. Februar 2015) hat aber auch das breite Publikum Zutritt zu „HAMBURG 17:36“ und wer Glück hat, kann die Kunstschaffenden sogar treffen, denn sie stellen in kurzen Bildvorträgen ihre Arbeiten persönlich vor. Überhaupt soll die Ausstellung eine Plattform für all diejenigen sein, die mit Licht arbeiten, Licht anwenden oder die zu Licht forschen. Anders ausgedrückt: Architekten, Künstler, Designer, Techniker und Wissenschaftler sowie Ateliers, Büros, Institute, Shops und sogar einige namhafte Unternehmen wie Leuchtenhersteller Trilux beteiligen sich an der Hamburger Initiative zum Auftakt des „Internationalen Jahr des Lichts“.

Noch bis Sonntag gibt es in der ganzen Stadt Aktionen zum Thema Licht

Viele Aktive aus der Lichtbranche nutzen in dieser Woche die Möglichkeit, und veranstalten auf Grundlage der Idee „Hamburger Lichtstadt“ zwischen dem 19. und 21. Februar unter anderem Tage der Offenen Türen in ihren Ateliers, Geschäften oder Wissenschaftseinrichtungen. Lichtfans und Interessierte sollten deshalb Augen und Ohren offen halten, denn noch bis zum Samstag leuchtet Hamburg an vielen Ecken und Orten. „HAMBURG 17:36“ ist nach der aktuellen Sonnenuntergangszeit in der Elbmetropole benannt und wird unterstützt von der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft, Bezirksgruppe Hansa, FRAPPANT e.V., Hamburg Kreativ Gesellschaft, Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), Department DMI, Stadtteilkulturförderung Hamburg Nord sowie dem Lichtcampus 2015.

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

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