Licht auf einem Kreuzfahrtschiff: Wo Sicherheit und Komfort Hand in Hand gehen

Nicht umsonst wird ein Kreuzfahrtschiff auch gerne mal „schwimmende Stadt“ genannt. Denn an Bord findet man von Restaurants, Boutiquen, Sport- und Wellnessbereiche über Bars und Discos bis hin zum Theater so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Da verwundert es nicht unbedingt, dass auch eine ausgeklügelte Lichttechnik zum Einsatz kommt, die nicht nur für Ambiente, sondern vor allem für genügend Sicherheit sorgt.

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Hier kann man schon erahnen, welche wichtige Rolle Licht auf einem Kreuzfahrtschiff spielt. Alle Fotos: AIDA Cruises

Beim Stichwort Schiffsbeleuchtung denken die meisten Menschen zuerst an Positionslichter. Und das ist auch gut so. Denn kein einziges Schiff kommt ohne Topp- und Hecklicht sowie Seitenlichter für Backbord (rotes Licht) und Steuerbord (grünes Licht) aus. Die Lichterführung macht ein Schiff bei Dämmerung und im Dunkeln auf dem Meer schließlich nicht nur sichtbar. Sie zeigt zugleich an, wie lang das Schiff ist, in welche Richtung es sich bewegt und ob es gerade Fahrt durchs Wasser macht. An den unterschiedlichen Lichtern kann man auf hoher See sogar aus weiter Ferne erkennen, ob es sich bei dem Schiff um ein Fischerboot, einen Segler, ein Lotsenfahrzeug oder einen Minenräumer handelt – um nur ein paar der unzähligen Beispiele zu nennen.

Und auch wenn man ein Kreuzfahrtschiff schon von Weitem auf dem Meer erkennen kann, so hat natürlich auch solch eine schwimmende Kleinstadt sämtliche Positions- und Sicherheitslichter eines „normalen“ Bootes mit an Bord und navigiert damit dementsprechend durch die Weltmeere. Der einzige Unterschied ist da höchsten die Leuchtweite. Denn während ein Boot mit einer Länge unter 12 Metern mit seinem Topplicht auch noch zwei Seemeilen (knapp sieben Kilometer) weit zu sehen sein muss, sind es bei einem Schiff ab 50 Metern bereits sechs Seemeilen – gut elf Kilometer.

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Die LED-Kugel mit einem Durchmesser von drei Metern ist das Herzstück des Theaters an Bord.

Ambiente ist auf einem Kreuzfahrtschiff Pflicht – Sicherheit aber auch

Wobei so ein Kreuzfahrtschiff die 50 Meter Länge dann aber auch locker überschreitet. Bestes Beispiel ist da etwa die AIDAperla, das zwölfte und jüngste Schiff der Kreuzfahrtflotte, das seit seiner Taufe am 30. Juni 2017 in Palma de Mallorca in der Nordsee sowie der Karibik unterwegs ist. Das Schiff ist satte 300 Meter lang und knapp 38 Meter breit. Bei solch einer Größe sind tadellos sichtbare Positionslichter quasi Pflicht. Nicht zuletzt, weil sich zu der über 900-köpfigen Besatzung bis zu 3.300 Passagiere an Bord tummeln können.

Womit wir da dann auch schon beim zweiten Beleuchtungsaspekt wären. Den Passagieren, die einen schönen Urlaub verbringen möchten, ist das Ambiente auf der AIDAperla natürlich besonders wichtig. Dafür sorgen Tausende von Leuchten in den gut 1.600 Kabinen und Suiten, auf den Gängen sowie in den zwölf Restaurants und 18 Bars. Nicht zu vergessen das Theater mit seiner ausgefeilten Lichttechnik sowie der interaktiven und schwebenden LED-Kugel mit ihrem Durchmesser von drei Metern. Das macht schon ziemlich viel her.

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Auf der AIDAperla wurden fast zehn Kilometer LED-Stripes verbaut.

Zehn Kilometer LED-Strips sind mit an Bord

Fernab der schicken bis beeindruckenden Ambientebeleuchtung geht es auf der AIDAperla lichttechnisch aber vor allem um eines: die Sicherheit der Passagiere. Und das bitte so dezent und umweltschonend wie möglich. Schließlich ist die AIDAperla neben der AIDAprima das zweite Schiff der Flotte, das dank Dual-Fuel-Motor unter anderem mit emissionsarmen Flüssigerdgas betrieben wird und mit der MALS-Technologie von Mitsubishi unterwegs ist. Letztere verringert die Reibung mit dem Wasser und senkt somit den Energieverbrauch. Bei derartigen Innovationen versteht es sich von selbst, dass auf der AIDAperla ausschließlich LEDs in den Kabinen und öffentlichen Bereichen verbaut wurden. Und das nicht zu knapp.

Allein an Treppen, den Decks und den Gängen wurden an die zehn Kilometer LED-Strips für die Sicherheit der Menschen an Bord angebracht. Auf den Decks kommen da dann sogar noch Farbwechsler und Blinkeffekte mit ins Spiel, um in einigen Schiffsbereichen für noch mehr bunte Stimmung zu sorgen. Effiziente Dimmungsanlagen regulieren die augeklügelt geschalteten LEDs, damit diese etwa nicht unnötig die ganze Nacht auf voller Leistung leuchten und so den Schlaf von Passagieren mit Außenkabine stören. Ganz dunkel wird es in den öffentlichen Bereichen des Kreuzfahrtschiffes aber nie. Sicherheit geht eben immer vor.

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