Licht auf dem Balkon und der Terrasse: Vom Open-Air-Wohnzimmer bis zum Garten-Ersatz

Frühjahr bis Spätsommer: Sobald das Wetter trocken ist, die Sonne scheint und die Temperaturen einigermaßen angenehm sind, sind ein Balkon oder eine Terrasse Gold wert. In der eigenen Wohnung bleiben und doch draußen sein zu können sorgt für sehr viel Lebensqualität. Erst recht mit gutem Licht.

Ein Tisch mit einer Akku-Tischleuchte, zwei Gläsern und einer Flasche Wein auf einer Terrasse bei Dämmerung.
Ein gemütlicher Abend auf der Terrasse: Mit dem richtigen Licht wird er noch gemütlicher. (Foto: Prediger Lichtberater)

Balkon, Loggia und Terrasse bieten uns einen privaten Raum an der frischen Luft. Tagsüber lässt sich hier die Sonne genießen, in den Abendstunden kann man hier in Ruhe den Tag ausklingen lassen. Gerade bei Letzterem kann ein gutes Lichtkonzept für noch mehr Gemütlichkeit sorgen – wenn man denn weiß, wie. Denn auch wenn Kerzen und Windlichter romantisch und schön anzusehen sind: Ein wirklicher Ersatz für Außenleuchten sind sie nicht.

Leuchten auf Terrasse und Balkon: Auf die Schutzart achten

Ob als „Open Air Wohnzimmer“, Schönwetter-Alternative für das Esszimmer, kleiner Garten-Ersatz oder einfach als Raum zum Entspannen und Lesen: Balkone, Terrassen und Loggien erweitern den Wohnraum nach außen. Es ist ein Ort an der frischen Luft, der aber dennoch zur Wohnung gehört und dadurch privat und intim ist. Licht sorgt hier für eine stark gesteigerte Aufenthaltsqualität: Richtig eingesetzt ermöglicht es Orientierung, vermittelt so ein Gefühl von Sicherheit und unterstützt eine wohnliche Atmosphäre. Vorausgesetzt, die Leuchten sind gut genug geschützt.

Denn durch die Tatsache, dass der Außenbereich der Witterung mal mehr, mal weniger schutzlos ausgesetzt ist, sind nicht alle Leuchten für den Einsatz dort geeignet. Hier lohnt ein Blick auf die sogenannte Schutzart, abgekürzt mit den Buchstaben IP (für „Ingress Protection“): Die beiden folgenden Zahlen geben an, wie gut das Gehäuse gegen Fremdkörper wie Staub und Schmutz (erste Ziffer) sowie gegen Wasser (zweite Ziffer) abgesichert ist. Im Außenbereich sollte es mindestens eine Schutzart von IP44 sein, was die Leuchte vor Spritzwasser schützt sowie gegen Fremdkörper, die größer als ein Millimeter sind, worunter auch viele Insekten fallen. Je nach Anwendungsgebiet ist manchmal auch besserer Wasserschutz nötig – im Zweifel wissen die Fachleute bei Prediger Lichtberater Rat.

Ein Tisch mit drei Strühlen auf einer Terrasse, beleuchtet von zwei Wandleuchten.
Wandleuchten bieten sich für die Beleuchtung einer Terrasse an. (Foto: Prediger Lichtberater)

Mit der richtigen Schutzart steht einem harmonischen Lichtkonzept für Balkon, Terrasse und Loggia jedoch nichts mehr im Wege. Denn durch die Nähe zu Haus oder Wohnung erlauben sie in gewisser Weise das Beste aus beiden Welten: Je nach baulichen Gegebenheiten kommen (Außen-)Wandleuchten oder Deckenleuchten zum Einsatz, die bei Gärten naturgemäß nicht in Frage kommen. Gleichzeitig bieten sich Pflanzkübel und (Hoch-)Beete für Bodenstrahler an, die bei der Beleuchtung von Innenräumen nur selten eingesetzt werden.

Das richtige Licht erweitert den Wohnraum nach außen

Unbedingt aus dem Weg räumen sollte man jedoch das Hindernis der Stromversorgung, und zwar im doppelten Sinne. Es ist eine Selbstverständlichkeit: Auch Außenleuchten brauchen Strom, und der will rechtzeitig eingeplant werden - sei es durch Auslässe für Wand- und Deckenleuchten, sei es durch clever platzierte Steckdosen. Bei mobilen Leuchten muss eine weitere Gefahr vermieden werden: Die Stromkabel dürfen nicht zur Stolperfalle werden! Akkuleuchten lösen diese Herausforderung auf elegante Weise, erst recht in Form von Solar-Akkuleuchten, die für den Außenbereich prädestiniert sind.

Grundsätzlich hat die Beleuchtung von Balkon und Terrasse eine ähnliche Funktion wie die Beleuchtung eines Gartens, wenn auch im kleineren Maßstab: Das Licht strukturiert den Außenbereich durch gezielte optische Akzente. Dadurch erweitert es den Wohnraum bei Dunkelheit nach außen: Die erhöhte Leuchtdichte verringert die Reflexionen auf den Fensterscheiben, die üblicherweise den Blick von Innen dominieren, und macht so den Außenbereich überhaupt erst wahrnehmbar. Aber nicht erst nach Sonnenuntergang entfaltet das Licht seine Wirkung: Die höhere Helligkeit setzt Aufmerksamkeitspunkte und lockt so subtil zu den Lichtinseln.

Schließlich gibt es bei der Beleuchtung von Balkon und Terrasse noch einen Aspekt, der unbedingt beachtet gehört: die Nachbarschaft, und zwar sowohl die menschliche als auch die tierische. Störende Blendungen oder ungefragte Aufhellung der Gärten, Balkone und Wohnungen nebenan können schnell zu Streit an Balkongeländer und Gartenzaun führen. Gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme sind hier die höchsten Gebote. Und auch die Natur – Stichwort „Lichtverschmutzung“ – kommt nicht immer gut zurecht mit andauernder Beleuchtung. Ein guter Lichtberater berücksichtig all diese Bedürfnisse und entwickelt ein harmonisches Lichtkonzept.

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