20 Jahre Luminale: Neues Design zum Lichtfest-Jubiläum

Dieses Jahr wird die größte kulturelle Veranstaltung in Frankfurt am Main zum 10. Mal für ein populäres und gleichzeitig künstlerisches Programm rund ums Licht sorgen. Die Rede ist von der Luminale, die am 12. bis zum 15. März parallel zur Light + Building in Frankfurt stattfindet. 2020 soll sie sich noch stärker als eigenständiges Kulturfestival positionieren, die Veranstalter setzen deswegen auf ein komplett neues Design.

Luminale 2018
Die spektakuläre Eröffnung der Luminale im März 2018. Foto: Oliver Blum

Seit über zwei Jahrzehnten begeistert die Luminale alle zwei Jahre die Lichtwelt. Zum 20-jährigen Bestehen erhält das Festival ein neues Design, das schon im Vorfeld Reden von sich macht: Für die Auffrischung konnte niemand geringeres als die renommierte Grafikdesignerin Sandra Doeller gewonnen werden. Sie hat bereits für zahlreiche Künstler und Kulturinstitutionen gearbeitet. Ihr Spezialgebiet: die Grenze zwischen Sehgewohnheiten und subtilen Irritationen immer wieder neu auszuloten.

Klares Design auf allen Kanälen für die 10. Luminale

Sandra Doeller hat eine konsequente Reduktion auf das Wesentliche für die Biennale durchgesetzt. So ist das Design ganz in Schwarz-Weiß gehalten und es gibt nur eine Schriftart in einer einzigen, festgelegten Größe. Im Alltag wird man durch Werbung und soziale Medien häufig mit dem Gegenteil konfrontiert: Dann versuchen verschiedene Farben, Schriften und verschachtelte Designs, den Kampf um die Aufmerksamkeit für sich zu gewinnen. Die Graphikdesignerin Doeller möchte den umgekehrten Weg gehen: „Wenn alle laut schreien, wird niemand gehört. Das Redesign der Luminale soll daher mit reduzierten Mitteln viel erreichen“, erklärt Doeller die Intention.

Bis zum 3. November 2019 konnten Künstler und Kreative ihre Ideen und Konzepte für die Programmbereiche Study, Community und Better City einreichen. In 2020, dem Jahr der Eröffnung des deutschen Romantik-Museums in Frankfurt am Main, sucht die Luminale auch nach Verbindungen zwischen der Epoche der Romantik und des allgegenwärtigen digitalen Wandels. Schirmherr für die Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung ist erneut der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann: „Wir erwarten, dass 2020 die Besucherzahl weiter steigen wird. Bereits 2018 zählte die Luminale mehr als 250.000 Gäste, die innovative und faszinierende Lichtkreationen sowie ein spannendes Programm im Festivalzentrum erleben konnten.“

Zentralbank Luminale
Die Illuminierung der Europäischen Zentralbank sorgte 2018 für Begeisterung. Foto: Oliver Blum

Die inhaltliche Ausrichtung der Luminale als Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung verfolgt seit 2018 das Ziel, ein populäres und gleichzeitig künstlerisch und inhaltlich hochwertiges Programm zu gestalten sowie einen nachhaltigen Beitrag zur Stadtgestaltung zu leisten. Die Stadt wird so nicht nur zu einer Bühne, sondern auch Gegenstand des Festivals. Projekte, die sich mit urbanen Zukunftsvisionen im Spannungsfeld von Licht, Architektur, Technologie, Ökologie und dem sozialen Miteinander in der Stadt auseinandersetzen, machen dies erlebbar.

Bis 2017 hatte die Messe Frankfurt als Gründer des Lichtkunstfestivals eben jenes parallel zur weltgrößten Lichtmesse Light + Building organisiert und ausgerichtet. Dann wurde der Luminale e.V. ins Leben gerufen, der die Luminale gezielt als „Biennale für Lichtkunst und Stadtgestaltung“ fördert und die jeweiligen Künstler auch bei ihren Lichtinstallationen unterstützt.

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