UNESCO hat für 2015 „Internationales Jahr des Lichts“ ausgerufen

Licht ist Leben. Licht ein wesentlicher Bestandteil unseres Alltags. Und im neuen Jahr wird mehr denn je über Licht gesprochen. Denn die UNESCO hat für 2015 das „Internationale Jahr des Lichts“ ausgerufen. Weltweit soll eine breite Öffentlichkeit mit diversen Veranstaltungen, Ausstellungen und Vorträgen auf die Bedeutung von Licht als elementarem Bestandteil von Wissenschaft, Kultur und Umwelt hingewiesen werden. Das Motto lautet „Light for Change – Licht für Wandel“.

Licht ist lebensnotwendig, Licht fasziniert die Menschen und Licht bestimmt das Themenjahr der UNESCO. Foto: Philips

Licht ist lebensnotwendig, Licht fasziniert die Menschen und Licht bestimmt das Jahr 2015. Foto: Philips

Der offizielle Startschuss für das „Internationale Jahr des Lichts“ (engl. International Year of Light) fällt vom 19. bis 20. Januar 2015 in Paris, wenn im Rahmen einer großen Eröffnungszeremonie alle Schlüsselthemen des Jahres vorgestellt werden. In den kommenden zwölf Monaten stellen die Vereinten Nationen (UN) zusammen mit diversen Wissenschaftsorganisationen das Licht auf verschiedenste Weise als lebensnotwendiges Naturphänomen dar, sie heben die Bedeutung des elektrischen Lichts für Wissenschaft, Kultur und Umwelt heraus und – ganz wichtig – sie weisen natürlich auch auf die Energiesparpotentiale durch LED-Lichtquellen hin. „Es gilt, die bildhafte Kraft dieses ursprünglichen Naturphänomens für die Verständigung über die Grundlagen und Chancen unserer modernen Zivilisation sichtbar zu machen“, so der Wortlaut einer offiziellen UNESCO-Erklärung.

Deutsche Physikalische Gesellschaft koordiniert die nationalen Termine

In Deutschland hält die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) zusammen mit mehreren hochrangigen Wissenschaftsorganisationen sowie der deutschen UNESCO-Kommission die Fäden bei der Organisation in den Händen. Alle Termine, Veranstaltungen und deutschen Aktivitäten zum „Internationalen Jahr des Lichts 2015“ werden auf der offiziellen Internetseite (http://www.jahr-des-lichts.de/veranstaltungen/) gesammelt und sind jederzeit abrufbereit. Bislang sind dort schon, über das Jahr verteilt, 118 Events gelistet. Es dürften aber aller Voraussicht nach noch etliche weitere Termine im gesamten Bundesgebiet hinzukommen.

„Lichtstadt Jena“ ist eines der deutschen Veranstaltungszentren

Die Stadt Jena in Thüringen darf sich in diesem Jahr offiziell „Lichtstadt“ nennen – und ist damit neben Dresden, Heilbronn oder auch Hamburg eines der Veranstaltungszentren. Und das aus gutem Grund, denn seit mehr als 150 Jahren prägen innovative, lichtbasierte Technologien die Wissenschaftsmetropole Jena. In Optik und Photonik hatten vor allem Carl Zeiss, Erst Abbe und Otto Schott einen entscheidenden Anteil daran, dass die Erfolgsgeschichte der Saale-Stadt weit über die Grenzen Mitteldeutschlands hinaus leuchtet. Zum Auftakt des großen Themenjahres kommt Fernsehmoderator Ralph Caspers (u.a. Sendung mit der Maus) am 17. Januar 2015 in die Sparkassen-Arena Jena und wird dort das deutsche Lichtjahr mit einigen interessanten Live-Experimenten offiziell eröffnen.

Licht fasziniert – auch in Dresden, Hamburg, Berlin und Heilbronn

Einer der Höhepunkte in Jena wird im Herbst dann das Medien- und Lichtkunstfestival vom 7. bis 10. Oktober unter dem Motto „Von sichtbaren und unsichtbaren Städten“ sein, bei dem verschiedene Lichtinstallationen mit Hilfe modernster Projektionstechnologien „Made in Jena“ zu sehen sein werden. Aber auch andere deutsche Städte feiern das „Lichtjahr 2015“, so zum Beispiel die sächsische Hauptstadt Dresden. Unter dem Motto „Faszination Licht“ präsentieren das Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik, die Technischen Sammlungen Dresden und das „theater junge generation“ eine Vortragsreihe, welche die Vielfalt des Themas Licht beleuchten soll, ein Wissenschaftstheaterstück mit dem Titel „Licht!“ sowie eine umfangreiche Ausstellung.
In Hamburg waren ebenfalls zahlreiche Programmpunkte geplant, allerdings musste Organisatorin Bettina Catler-Pelz das unter dem Namen „Lux Hamburg“ geplante Projekt auf ein Minimum zusammenschrumpfen, weil das Basisbudget für die Veranstaltung nicht abgesichert werden konnte. Neben einer Ringvorlesung mit dem Titel „Licht und Schatten“ finden deshalb nur noch der Lichtcampus Hamburg (vom 15. bis 19. Februar 2015) sowie die Veranstaltung „Hamburg 17:36“ statt, bei der alle Lichtaktiven der Hansestadt vom 18. bis 21. Februar 2015 ihre Türen in den Studios, Showrooms oder Werkstätten öffnen.

Prediger hält Sie über alle Veranstaltungen auf dem Laufenden

Trotz des abgespeckten Programms in Hamburg ist das Thema Licht im Jahr 2015 aber allgegenwärtig. Überall in Deutschland, nicht nur in Jena, Dresden oder auch Berlin, wo bereits am 22. Januar 2015 der „International Light Award“ verliehen wird. ABer auch international, dafür hat die UNESCO im Vorfeld bereits die Strukturen geschaffen. Damit unsere Leser und Kunden bei diesem großen Angebot nicht den Überblick verlieren oder die besten Veranstaltungen verpassen, hält Sie das Prediger-Lichtjournal im „Internationalen Jahr des Lichts“ stets auf dem Laufenden. Das Reinklicken lohnt sich also weiterhin. Erst recht im Lichtjahr 2015.

5. Januar 2015, Christian Buchholz
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