Ratgeber Licht am Haus: Einladend und wichtig für die Orientierung

Es ist wirklich bemerkenswert, was Licht leisten kann – im, aber vor allem am Haus. Zielgerichtet eingesetzt, ist es zum Beispiel ein ganz entscheidendes Mittel zur Inszenierung der Architektur sowie zur Gestaltung eines Grundstücks. Denn Licht setzt die Fassade, den Garten und erst recht die Terrasse in Szene. Es schafft für Hausbewohner, Gäste und Passanten eine einladende und im besten Fall gemütliche Atmosphäre, ist aber natürlich auch für die Orientierung unverzichtbar. Um die richtige Balance zwischen Atmosphäre und Sicherheit zu finden, sollten bei der Lichtplanung einige grundlegende Hinweise beachtet werden.

Licht inszeniert Architektur - und es trägt zum stimmungsvollen Ambiente bei. Vor allem am Haus und auf der Terrasse, aber auch beim Blick ins Grüne. Foto: Prediger

Licht inszeniert Architektur und schafft Stimmung. Vor allem am Haus und auf der Terrasse. Mit einem gelungenen Lichtkonzept lassen sich laue Sommerabende noch länger genießen. Foto: Prediger

Dass alle Leuchten, die am sowie rund um das Haus installiert werden, mindestens über die Schutzart IP44 verfügen müssen, versteht sich von selbst. Wechselnde Witterungseinflüsse, Regen, Schnee und Wind setzen jeder Leuchte zu – deshalb muss die Elektrik vor Feuchtigkeit und Schmutz geschützt sein, um problemlos arbeiten zu können. Je nach Einsatzort und Verwendungszweck empfiehlt sich oft auch eine höhere Schutzart. Doch das ist erst der Anfang, denn wie bei allen Beleuchtungslösungen kommt es auch beim Thema Licht am Haus auf den Verwendungszweck, die Art und die Anordnung der Leuchten an.

Je früher die Lichtplanung, desto besser ist das Ergebnis

Die Möglichkeiten bei der Außenbeleuchtung sind nahezu unbegrenzt. Entscheidend ist aber nicht nur, was gefällt, sondern vor allem auch welchen Zweck die Beleuchtung erfüllen soll. Persönliche Vorlieben, alltägliche Gewohnheiten und das verfügbare Budget spielen bei der Lichtplanung für Haus und Grundstück ebenfalls eine entscheidende Rolle. Wie immer gilt: Je früher die Planung, desto besser das Ergebnis. Dabei sollte stets bedacht werden, dass mit einer cleveren Beleuchtung von Terrasse, Balkon oder Garten der Wohnraum des Hauses optisch erweitert wird. Wie so oft gilt aber auch hier: Weniger ist mehr. Erst das ausgewogene Zusammenspiel von Licht und Schatten sorgt für Aufmerksamkeit, schafft Atmosphäre und betont die Besonderheiten der Architektur des Hauses oder des Gartens. Schließlich bringen Dunkelbereiche die angestrahlten Zonen und deren Oberflächenstruktur besonders gut zur Geltung.

Wandleuchten: Alleskönner sorgen für den gewissen Aha-Effekt

Mit Hilfe von Wandleuchten lässt sich die Struktur der Fassadenoberfläche sehr gut betonen. Foto: Philips

Mit Hilfe von Wandleuchten lässt sich die Struktur der Fassadenoberfläche sehr gut betonen. Foto: Philips

Am Haus sind Wandleuchten echte Alleskönner. Sie beleuchten nachts den Eingangsbereich, geben dadurch Bewohnern wie Gästen ein sicheres Gefühl und erleichtern natürlich auch das Öffnen der Haustür. Wandleuchten erfüllen ihren Zweck aber auch an anderen Stellen. Zum Beispiel an der Fassade, an der Garageneinfahrt und nicht zuletzt auf Terrasse und Balkon. Die wichtigste Regel bei der Außenbeleuchtung lautet: Die installierten Leuchten dürfen auf gar keinen Fall blenden, ihr Licht darf sich auch nicht in den Fensterscheiben spiegeln. Das irritiert die Augen und verdirbt die Stimmung. Deshalb müssen Wandleuchten entweder mit einem mattiertem Diffusor ausgestattet oder aber so angebracht sein, dass das Leuchtmittel nicht zu sehen ist. Das heißt möglichst auf Augenhöhe. Ob die Wandleuchte das Licht dann direkt nach unten, indirekt nach oben oder in beide Richtungen abgibt, hängt einerseits von den baulichen Gegebenheiten ab und ist zudem Geschmackssache. In jedem Fall produzieren diese Wandleuchten ein künstliches Streiflicht oder so genannte Wallwasher-Effekte und zeichnen dadurch die Konturen sowie die Oberfläche der Fassade besonders eindrucksvoll nach.

Dezent, aber äußerst lichtstark: Downlights, Spots und Einbauleuchten

Wer Wandleuchten als störend empfindet, kann die vertikalen Flächen der Terrasse oder der Hauswand dagegen durch dezente Einbaudownlights oder schlichte Aufbauleuchten im Dachvorsprung sowie durch (trittfeste) Bodeneinspots beleuchten. Diese Leuchtenarten sorgen in jedem Fall für eine gleichmäßige Grundhelligkeit an der Wand oder sie bündeln das Licht bei Bedarf zu schmalen Kegeln – je nachdem wie sie konstruiert sind und bei der Montage ausgerichtet werden. Wichtig: Die Lichtrichtung sollte möglichst immer der Blickrichtung entsprechen, um die Augen nicht zu irritieren und störende Blendeffekte zu vermeiden.
Etwas dezenter, aber auch aufwändiger in der Montage sind Wandeinbauleuchten, die hinter einer Verkleidung bzw. dem Putz versteckt werden. In Bodennähe verbaut, erzeugen sie mit indirektem Licht eine gemütliche Atmosphäre auf der Terrasse und lassen diese obendrein viel größer erscheinen. Kann das Licht dann zusätzlich noch gedimmt werden, ist die Lösung nahezu perfekt, da besonders flexibel. Achten Sie aber unbedingt darauf, wie Ihr Haus gedämmt ist. Denn davon hängt ganz entscheidend ab, ob und wie Wandeinbauleuchten verwendet werden können.

Bodeneinbau- und Pollerleuchten: Für mehr Sicherheit und Orientierung

Pollerleuchten eignen sich ideal zur Beleuchtung von Wegen oder zur Abgrenzung der Terrasse. Foto: Bega

Pollerleuchten eignen sich ideal zur Beleuchtung von Wegen oder zur Abgrenzung der Terrasse. Foto: Bega

Auch Poller- und Sockelleuchten werden gern und häufig am Haus bzw. im Garten eingesetzt. Beispielsweise zur Abgrenzung der Terrasse, um Treppenstufen zu betonen oder die Wege zum Hauseingang bzw. in den Garten zu beleuchten. Mit ihnen lassen sich die Bodenbeschaffenheit, mögliche Hindernisse oder Niveauunterschiede sehr gut beleuchten, potenzielle Stolperfallen werden somit sichtbar. Zumindest dann, wenn sie ein gleichmäßiges und indirektes Licht abgeben, das auf harte Hell-Dunkel-Kontraste verzichtet.
Etwas dezenter als Pollerleuchten sind Bodeneinbauleuchten bzw. Uplights auf oder neben dem Weg. Der Zweck ist allerdings der gleiche. Werden Bodeneinbaustrahler allerdings ins Beet, vielleicht sogar direkt vor Büsche und Sträucher gesetzt, inszenieren sie diese mit einem faszinierenden Licht-Schatten-Spiel. Der Garten bekommt noch mehr Tiefe, wenn zusätzlich auch noch vereinzelt mobile Kugelleuchten oder Scheinwerfer eingesetzt werden.

LED-Technik spielt ihre Stärken besonders im Außenbereich aus

Eine ausgewogene Beleuchtung am Haus und im Garten kann zweifelsohne Wunder wirken und die lauen Sommerabende um zahlreiche schöne Stunden verlängern. Damit es aber kein böses Erwachen bei der nächsten Stromabrechnung gibt, empfiehlt sich der Einsatz von energiesparenden LED-Leuchtmitteln mit warmweißer Lichtfarbe. Die Auswahl an entsprechenden Leuchten und Leuchtmitteln ist mittlerweile riesengroß, alle namhaften Hersteller setzen längst auf die moderne Halbleitertechnologie. Unter anderem weil diese bei Wind und Wetter, Hitze und Minustemperaturen ohne größere Probleme arbeitet. Mit Hilfe von Zeitschaltuhren, Dämmerungsschaltern oder Bewegungsmeldern lassen sich obendrein die Energiekosten senken. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt.

Falls Sie Hilfe bei der Lichtplanung brauchen, kommen Sie gern auf uns zu. Die Prediger Lichtberater finden garantiert eine individuelle Lösung, die auf Ihre Anforderungen zugeschnitten ist und besonders schick aussieht.

Ob Bodeneinbauleuchte unter einem Strauch oder Sockelleuchten mit kugelförmigem Diffusor: Außenleuchten sollten möglichst mit energiesparenden LEDs ausgestattet werden, damit es bei der Stromabrechnung kein böses Erwachen gibt. Foto: SLV

Ob Bodeneinbauleuchte unter einem Strauch oder Sockelleuchten mit kugelförmigem Diffusor: Außenleuchten sollten mit LEDs ausgestattet werden, damit es bei der Stromabrechnung kein böses Erwachen gibt. Foto: Bega

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