Lexikon

Transformator

Mit Hilfe von Transformatoren lassen sich elektrische Wechselspannungen herauf- oder heruntertransformieren, das heißt erhöhen oder verringern. In der Beleuchtungstechnik häufig verwendete Transformatoren wandeln die Netzspannung 230 Volt (Primärseite) in Kleinspannung (Sekundärseite) von 6, 12 oder 24 Volt um.

Netztransformatoren

Eine weitverbreitete Art des Transformators ist ein gewickelter Netztransformator. Sein Prinzip der Umspannung beruht auf Induktion. Über einem Eisenkern wird ein Draht gewickelt. Ihre Gehäuse sind meist groß. Der Nachteil der Netztransformatoren besteht darin, dass sie mit der Stromnetzeigenen Frequenz von 50 Hz laufen und bei einer Übertragung von hohen Leistungen aufgrund ihres großen Eisenkerns ein entsprechend großes Gehäuse besitzen. Gewickelte Kerntrafos haben technisch bedingt immer ein leichtes Brummen durch die 50 Hz Netzspannung.

Netztransformatoren können mit einem Phasenanschnittdimmer in ihrer Leistung gedrosselt werden. Gedrosselte Transformatoren können dadurch zum Schwingen / Summen angeregt werden. Funkstörungungen bei zu hohen Leitungslängen treten nicht auf. Ein sehr wichtiges Kriterium für eine lange Lebensdauer bei Halogen-Leuchtmitteln ist die Ausgangsspannung um die 12 Volt. Der Transformator sollte so gewählt werden, dass mindestens eine 80 prozentige Auslastung erreicht wird.

Elektronischer Transformator

Ein elektronischer Transformator ist kompakter und sparsamer beim Energieverbauch. Die eingbaute Elektronik arbeitet mit einer höheren Frequenz und kann das Umspannen dadurch effizienter umsetzen. Leitungslänge über 2,00 m zum letzten Verbraucher müssen vermieden werden, sonst entstehen Funkstörungen die Radio- und andere elektromagnetische Wellen beeinflussen können. Elektronische Transformatoren können mit einem Phasenabschnittsdimmer gedimmt werden. 

Hier braucht man nicht auf die 80 prozentige Regel zu achten, sie halten die Höhe der Ausgangsspannung immer bis zur maximalen Belastung konstant. Fällt der Verbrauch unter die Minimallast, schaltet der Transformator ab.

LED-Treiber

LEDs sind anders als Glüh- und Halogenlampen elektronische Bauteile, die mit Gleichstrom betrieben werden. Sie haben im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln eine sehr geringe Leistungsaufnahme und reagieren empfindlich auf Spannungsspitzen oder Unregelmäßigkeiten in der Stromversorgung, was zu einer deutlichen Verminderung der Lebensdauer führt. Leuchtdioden benötigen einen konstanten Stromfluß bei variabler Spannung. Spezielle LED-Treiber oder -Transformatoren sind auf diese Anforderungen ausgelegt.

Alle Transformatoren erwärmen sich im angeschalteten Zustand. Bei der Montage in Hohlraumdecken oder in Leichtbauwänden müssen die gleichen Hinweise zum Einbau und Sicherheit beachtet werden, die allgemein für Downlights gelten.

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