Lexikon

Blendung

Die Qualität einer Beleuchtung hängt stark von der Begrenzung der entstehenden Blendung ab. Als Blendung wird dabei sowohl die Absolutblendung (Blick in das Sonnenlicht) als auch die psychologische Blendung durch das Auftreten von hohen Leuchtdichten oder hohen Leuchtdichtekontrasten im Gesichtsfeld bezeichnet. Diese Direktblendung setzt die Sehleistung nicht unmittelbar herab, wirkt aber durch die hohen, punktuellen Leuchtdichten als störend. Zur Reflexblendung kommt es überwiegend auf spiegelnden Flächen, insbesondere auf Bildschirmen und Arbeitsvorlagen durch helle Flächen, wie Leuchten und Fenster aus der Umgebung.

Die Bewertung solcher Beleuchtungssituationen, die möglicherweise zu Blendungseffekten führen, ist stark von der jeweiligen Umgebung und den Zielen der Beleuchtung abhängig. So gelten für einen Arbeitsplatz andere Regeln als für eine Shopbeleuchtung oder das gemütliche Stimmungslicht im Restaurant. Was im einen Fall erwünschte Brillanz ist, ist im anderen Fall unerwünschte Blendung.

Bei der Arbeitsplatzbeleuchtung gibt es formalisierte Regeln um eine Blendung zu verhindern. Sie beziehen sich vor allem auf den Regelfall einer sitzenden Beschäftigung und einer Beleuchtung mit Rasterleuchten.

Eine andere Berechnung der Blendung kann durch das  UGR-Verfahren ermittelt werden. Hierbei wird die Blendung der gesamten Beleuchtungsanlage für eine definierte Beobachterposition berechnet.

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