Prediger Lichtberater im Jahr 2020: Ein Interview mit Geschäftsführer Sebastian Brink

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter Prediger Lichtberater, aber auch für 2020 sind schon spannende Projekte geplant. Geschäftsführer Sebastian Brink gibt im Interview einen ersten Einblick und spricht über neue Showrooms, digitale Projekte und Innovationen des Lichtmarktes.

Sebastian Brink
Seit 2001 ist Sebastian Brink Geschäftsführer von Prediger Lichtberater.

Prediger Lichtberater: Warum wird 2020 ein gutes Jahr für Prediger Lichtberater?

Sebastian Brink: 2020 wird ein gutes Jahr für uns, weil wir unsere Hausaufgaben gemacht haben. Wir investieren seit Jahren in neue Technologien, eigene Produkte und Lösungen. Wir scheuen die Veränderung nicht und erkennen, wenn diese nötig ist. Ich bin mir sicher, dass sich das 2020 auszahlen wird und wir die Früchte unserer Arbeit ernten können.

Prediger Lichtberater: Welche Themen werden uns im neuen Jahr bewegen?

Sebastian Brink: Wir werden weiterhin daran arbeiten, uns als Lichtberater zu positionieren, dafür muss unsere planerische Komponente noch stärker werden. Schließlich bieten wir keinen reinen Produktverkauf, sondern eine Gesamtlösung an. Denn der Kunde bekommt nicht nur die einzelnen Leuchten, sondern vielmehr eine individuelle Beratung und anschließend eine maßgeschneiderte Lösung für sein Lichtprojekt. Das Entscheidende dabei ist also unser Knowhow zur Lichtwirkung, denn das Wissen über die Produkte kann sich der Kunde inzwischen selbst über das Internet aneignen. Die richtige Anwendung von Licht erfordert hingegen fundiertes Fachwissen und Erfahrung – beides bieten wir den Kunden in Form der Lichtberatung.

Prediger Lichtberater: Welche Veränderungen wird es geben?

Sebastian Brink: Wir möchten unser Multi-Channel-Konzept weiter ausbauen und das Thema Lichtberatung deutschlandweit voranbringen. Dafür werden wir mittelfristig weitere Showrooms eröffnen, die ersten drei werden 2020 voraussichtlich in München, Stuttgart und Köln aufmachen.

2019 haben wir unseren Online-Shop erfolgreich neu aufgesetzt und arbeiten jetzt mit einer modernen und effizienten Plattform. 2020 werden wir noch viele weitere, spannende Funktionen umsetzen und hinzufügen, gerade in Bezug auf die Themen Planung und Anwendung von Licht. Eine größere Veränderung des Online-Shops ergibt sich durch die künftige Erweiterung um eine B2B-Komponente, sodass Prediger für Wiederverkäufer und Planer noch spannender wird.

Außerdem entwickeln wir unsere Eigenmarke entsprechend den Bedürfnissen unserer Kunden weiter und erweitern das prediger.base-Sortiment.

Zukünftig möchten wir mit unserer Eigenmarke auch lineare LED-Lösungen anbieten.

Wir erschließen damit eine Marktlücke, denn die bisherigen LED-Stripes sind leider sehr anfällig für Fehler und ihre Lichtqualität ist noch ausbaufähig. Wir wollen zuverlässige prediger.base Linear Leuchten auf den Markt bringen, die der Kunde selbst konfigurieren kann und die mit exzellentem Licht begeistern. Doch das wird nicht die einzige Neuheit in unserem prediger.base-Sortiment sein. Auch hochwertige Akku- und Solarleuchten für den Außenbereich sind bald unter unserer Eigenmarke erhältlich.

Prediger Lichtberater: Welche Trends sind 2020 für den Lichtmarkt wichtig?

Sebastian Brink: Ein Thema, das den Lichtmarkt schon länger beschäftigt ist die LED. Diese hat sich inzwischen endgültig durchgesetzt und das bedeutet für unsere Branche große Veränderungen. Vor der LED gab es weltweit gültige Standards und nur eine Handvoll Leuchtmittelhersteller. Das sieht inzwischen anders aus, mit der LED schwinden die vorher geltenden Standards und eine Vielzahl von Herstellern flutet den Markt. Das bedeutet für die Lichtberatung und -planung, dass deutlich mehr Fachwissen und Anwendungskompetenz gefordert sind, als das noch vor der LED der Fall war. In der guten alten Glühlampenzeit war die Lichtwirkung in Bezug auf Stärke, Farbe und Brillanz vom Verbraucher gut einzuschätzen. Die heutige LED-Technologie entwickelt sich rasant, ähnlich agil wie Rechner-Prozessoren oder Speichermedien. Insgesamt wird das Thema Licht immer technischer und planungsintensiver – auch im privaten Bereich.

Ein weiterer Trend für das kommende Jahr erwächst aus dem Thema Lichtsteuerung. Theoretisch lassen sich LED-Module über digitale Endgeräte bereits ansteuern. Praktisch gibt es aber noch keine führende, ganzheitliche Technologie. Stattdessen bringt jeder Hersteller seine eigene Bridge mit und arbeitet mit unterschiedlichen Apps zur Lichtsteuerung, was für den Endkunden schnell unübersichtlich wird. 2020 könnte das Jahr sein, in dem eine Technik für das Smart Home entwickelt wird, die das ganze Haus umfasst – und über die sich dann auch alle Leuchtmittel ansteuern lassen. Ich gehe davon aus, dass die 5G-Technologie hier neue Ansätze bietet.

Prediger Lichtberater: Welchen Herausforderungen stellen wir uns 2020?

Sebastian Brink: Die großen Aufgaben, denen wir uns in diesem Jahr widmen werden, passieren unter den Schlagworten Digitalisierung und Expansion. So stehen einige Software-Projekte an, wir werden sowohl ein neues Dokumenten-Management-System einführen als auch unser Customer-Relationship-System entscheidend erweitern. Schließlich hat sich der Verkaufsprozess verändert, weil wir uns immer mehr vom Händler zum Berater wandeln.

Prediger Lichtberater: Was treibt Sie an, Prediger Lichtberater immer weiterzuentwickeln?

Sebastian Brink: Ich finde, es ist eine spannende Aufgabe, den aktuellen Herausforderungen des Handels zu begegnen und darauf zu reagieren. Als ich damals das Konzept der Showrooms an unsere Dienstleistung der Beratung angepasst habe, gab es viele Bedenken.

Heute ist klar, dass es die richtige Entscheidung war, dass wir nicht mehr von der Leuchte aus denken, sondern auf unsere Anwendungskompetenz und damit auf die Lichtberatung setzen.

Ich sehe auch online noch sehr viel Potenzial, diese Dienstleistung aufzugreifen und zu integrieren. Das anzugehen und umzusetzen, darauf freue ich mich.

Prediger Lichtberater: Welche Vision gibt es für das Unternehmen?

Sebastian Brink: Ich habe die Vision, dass wenn in Deutschland über Lichtberatung gesprochen wird, dabei auch direkt der Name Prediger fällt. Wir wollen endgültig als Dienstleister und nicht mehr als Händler verstanden werden. Das Thema Licht ist hochgradig individuell und von vielen Faktoren abhängig. Ich wünsche mir, noch mehr Menschen von diesem Thema begeistern zu können und mit Prediger Lichtberater jeden Einzelnen für den Wert des Lichts im Leben zu sensibilisieren.

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