70 Jahre Oluce: Design-Leuchten mit ganz besonderem Charme

Leuchten mit zeitloser Eleganz, einer ganz besonderen Design-Handschrift und nicht zuletzt mit einer unverwechselbaren Lichtwirkung – dafür steht Oluce, der älteste, noch aktive italienische Hersteller für Design-Leuchten. In diesem Jahr feiert das Unternehmen aus Mailand sein 70-jähriges Bestehen. Für Prediger ist dieses Jubiläum Anlass genug, das Sortiment an Oluce-Leuchten um einige Neuheiten bzw. neu aufgelegte Klassiker zu erweitern und selbstverständlich auch auf die bewegte Firmengeschichte zurückzublicken.

Damals wie heute ein absoluter Klassiker: Die legendäre Bogenleuchte Coupé 3320 R, die Joe Colombo für Oluce entworfen hat. ALle Fotos: Oluce

Damals wie heute ein absoluter Klassiker: Die legendäre Bogenleuchte Coupé 3320/R, die Joe Colombo in den 1960er Jahren für Oluce entworfen hat. Alle Fotos: Oluce

Als Giuseppe Ostuni das Unternehmen Oluce kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1945 gründete, gab es in Italien nur wenige Hersteller für Design-Leuchten. Das ist längst anders. Oluce fand damals seinen Platz neben den beiden renommierten Unternehmen Arteluce und Azucena und wurde zu einem der drei Zugpferde in Sachen Design-Beleuchtung. Dank zahlreicher vielversprechender und zur damaligen Zeit innovativer Design-Leuchten erwarb sich Oluce binnen weniger Jahre weltweites Renommee.

Aufstieg zur Weltmarke innerhalb von ein paar Jahren

Das lag vor allem daran, dass die erste Riege der italienischen Industriedesigner frühzeitig für Oluce arbeitete. Namen wie Vittoriano Viganò, Gigi Caccia Dominioni, Ignazio Gardella, Marco Zanuso und natürlich Joe und Gianni Colombo standen damals und stehen auch heute noch für erstklassige Design-Qualität, mutige Entwürfe und zeitlose Formen. Die erste Auszeichnung ließ deshalb nicht lange auf sich warten – auf der IX Triennale 1951 wurde eine von Franco Buzzi designte, indirekt strahlende Leuchte prämiert. Es folgten unzählige weitere Nominierungen und Ehrungen bei den begehrtesten Designpreisen der Welt. So zum Beispiel 1955 für Tito Agnolis Stehleuchte 363 und im Jahr darauf für Agnolis auch heute noch erhältliche, bahnbrechende Stehleuchte 387.

Die erste Riege der Industriedesigner arbeitet für Oluce

Die 1960er Jahre wurden dagegen geprägt vom Brüder-Paar Joe und Gianni Colombo. Die Acrilica-Tischleuchte (auch bekannt als Colombo 281) aus dem Jahre 1962 setzte beispielsweise mit ihrer geschwungenen Form und der einzigartigen Lichttechnik neue Maßstäbe und gewann die Goldmedaille auf der XIII Triennale. Drei Jahre später ging ein weiteres Leuchten-Meisterwerk aus dem Hause Oluce in Produktion: Die erst vor kurzem wieder neu aufgelegte Tischleuchte 275 von Marco Zanuso, die mit ihrem kuppelähnlichem Leuchtenschirm und ihrem asymmetrischen Design ein ganz besonderer Glanzpunkt bei der modernen Wohnraumgestaltung ist.

Joe Colombo setzt die Erfolgsgeschichte mit der Coupé-Stehleuchte fort

Mit der wasserdichten und zur damaligen Zeit richtungsweisenden Außenleuchte „Fresnel“ oder den „Spider“-Leuchten von Joe Colombo ging die Erfolgsgeschichte von Oluce weiter und erreichte mit den einzigartigen Coupé-Stehleuchten – ebenfalls von Joe Colombo designt – sogar einen weiteren Höhepunkt. 1967 gewann die Coupé einen „Compasso d’Oro“, 1968 auch noch den „International Light Award“ und kurz darauf wurde die einzigartig geformte Stehleuchte sogar in die Dauerausstellung des weltberühmten New Yorker „Museum of Modern Art“ (MoMa) aufgenommen. Mehr geht nicht. Bis heute ist zeitlos-elegante Coupé sowohl in ihrer Bogenform wie auch als Tisch- bzw. Stehleuchte eine der am meisten verkauften Leuchten aus dem Hause Oluce. Und obwohl sie echten 60er-Jahre-Charme versprüht, ist ihr Look immer noch unerreicht und modern.

Formschön und zeitlos elegant: Die Klassiker des italienischen Herstellers Oluce.

Formschön und zeitlos elegant: Die Klassiker des italienischen Herstellers Oluce.

Legendär und bis heute erhältlich: Vico Magistrettis Tischleuchte Atollo

Anfang der 1970er Jahre – die Forschung hatte das Halogenlicht bereits für sich entdeckt – steckte nicht nur die Lichttechnik, sondern auch das Traditionsunternehmen Oluce im Umbruch. Denn Firmengründer Giuseppe Ostuni übergab zu dieser Zeit die Geschicke an einen Großmeister des italienischen Industriedesigns, nämlich an Vico Magistretti. Der weltweit anerkannte Architekt aus Mailand wurde neuer Art Director und Chef-Designer von Oluce und prägte die Firmengeschichte unter anderem mit seinen Leuchten Dim, Dalu – aber vor allem mit der äußerst dekorativen und legendären Atollo. Die pilzähnliche Tischleuchte verkauft sich mittlerweile seit fast 40 Jahren, trotzdem hat sie überhaupt nichts an Charme und Eleganz verloren. Ob in Gold, Schwarz oder klassischem Opalglas: Die 1979 mit dem „Compasso d’Oro“ ausgezeichnete Atollo-Tischleuchte zaubert eine außergewöhnlich schöne Lichtstimmung in alle Wohn-, Ess- und Schlafbereiche.

Junge und talentierte Designer arbeiten heute für das Mailänder Traditionshaus

In den 1990er Jahren prägte der Schweizer Designer Hannes Wettstein den Stil der italienischen Leuchtenmanufaktur Oluce, ehe Marco Romanelli 1995 neuer Art Director wurde. Romanelli konnte gleich zahlreiche führende zeitgenössische Designer für Oluce gewinnen, darunter waren beispielsweise der Engländer Sebastian Bergne, der Schweizer Hans Peter Weidmann oder das italienische Duo Laudani & Romanelli. Und mit Fernando und Humberto Campana sogar zwei Brüder aus Brasilien, die im Jahre 1997 beispielsweise die extravagante Estela-Tischleuchte kreierten. 2000 begann Toni Cordero mit der unkonventionellen und leicht verstörend wirkenden Nuvola-Serie seine Zusammenarbeit mit Oluce. Es war gleichzeitig Corderos letztes Werk, da der schon im darauffolgenden Jahr verstarb.

Prediger präsentiert die Oluce-Leuchten in einem eigenen Schaufenster

Die Tischleuchte Oluce Lutz 290, entworfen von Lutz Pankow.

Die Tischleuchte Oluce Lutz 290, entworfen vom deutschen Designer n Lutz Pankow.

Das neue Jahrtausend begann für Oluce also zunächst mit einem Rückschlag, kurz darauf konnten aber schon wieder talentierte und ambitionierte Designer für eine Zusammenarbeit mit den Mailändern gewonnen werden. Zum Beispiel Ferdi Giardini, Francesco Rota, Harri Koskinen und nicht zuletzt Japans raffiniertester Jungdesigner Oki Sato. Sie alle reihen sich mit ihren mutigen, stets funktionalen und absolut zeitlosen Entwürfen nahtlos in die Firmengeschichte von Oluce ein. Deshalb passen Neuheiten wie die Tischleuchte Semplice, die Pendelleuchte Canopy oder die Wandleuchte Voila auch so gut neben die Klassiker wie Coupé, Atollo oder Lys.

Tipp: Im Prediger Showroom Hamburg präsentieren wir auch weiterhin ausgewählte Neuheiten und Klassiker von Oluce in einem eigenen Schaufenster. Schauen Sie bei Gelegenheit also mal an der Mönckebergstraße 25 vorbei, unsere Lichtberater stehen Ihnen jederzeit gern mit Rat und Tat zur Seite.

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