Prediger zu Besuch bei Sattler

Unsere Lichtberater kennen sich mit unserem Sortiment per se hervorragend aus und können zu jeder Leuchte auch eine interessante Geschichte und erstaunliche Fakten erzählen. Dennoch fahren sie auch immer wieder gerne direkt zu den Herstellern. Denn im direkten Gespräch mit den Machern hinter den Leuchten erfährt man nicht nur viel Wissenswertes, sondern kann die Eindrücke und damit die unterschiedlichen Besonderheiten der Produkte dem Kunden viel anschaulicher vermitteln. Deswegen waren einige Prediger Lichtberater vergangene Woche in Baden-Württemberg bei Sattler zu Besuch.

Sattler, Prediger Lichtberater

Ulrich, Petra und Sven Sattler (v.l.n.r.) lenken die Geschicke des Familienbetriebs. Foto: Würth Künzelsau/Daniel Köhler

Zugegeben, von Hamburg nach Göppingen ist es nicht eben ein Katzensprung. Und auch nicht von Düsseldorf. Trotzdem nahmen Lichtberater aus diesen beiden Showrooms den Weg auf sich, denn die Familie Sattler lud höchstpersönlich zu einer ausgiebigen Firmenführung und Produktschulung ein. Schon während der herzlichen Begrüßung durch Petra und Ulrich Sattler sowie deren Sohn Sven, der zusammen mit seinem Vater die Geschicke der Firma lenkt, kamen unsere Lichtberater aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Denn das Foyer mit Empfangstresen ist bei Sattler direkt im ebenso großen wie großzügigen Showroom integriert. Ulrich Sattler, dem die offenen Münder nicht entgingen, erklärte lächelnd, dass der Showroom in Göppingen eben nicht nur als Showroom, sondern zusätzlich als Empfangsraum und Kaffeebar, Lounge und Besprechungsbereich dienen würde. Schließlich habe man das Gebäude, das erst im Januar 2015 frisch eingeweiht und bezogen wurde, so konstruiert, dass zum einen endlich alle Unternehmensbereiche unter einem Dach vereint sind und dadurch zum anderen die Wege so kurz wie möglich gehalten werden.

Der Branchenvorreiter aus Göppingen

Sattler, Prediger Lichtberater

Der Showroom in Göppingen wird auch als Empfang und Besprechungsraum genutzt. Foto: Andreas Körner

Dass das Gebäude bis ins kleinste Detail durchdacht ist, sahen dann auch die Prediger Lichtberater bereits nach wenigen Minuten während Ulrich Sattlers Firmenführung. Ob nun Buchhaltung, Export national, europaweit und Übersee, Marketing, Projektplanung, Qualitätsprüfung oder Produktion: jede einzelne Abteilung lässt sich schnell erreichen. Viele gehen sogar fließend ineinander über. Trotzdem herrscht im kompletten Gebäude eine entspannte, aber auch eine konzentrierte Atmosphäre.

Diese Liebe zum Detail, die im Fall des Firmengebäudes vor allem der Produktivität und der Kommunikation der Mitarbeiter dient, kommt nicht von ungefähr. Denn schließlich entwirft und produziert Ulrich Sattler auch genau so seine Leuchten. Und ist damit immer wieder Branchenvorreiter. Bestes Beispiel sind da etwa seine zahlreichen und unterschiedlichen Ringleuchten. Solche Pendelleuchten gibt es inzwischen auch von vielen anderen Herstellern. Aber Sattler war die erste Firma, die sie auf den Markt brachte. Lange bevor andere überhaupt herausgefunden hatten, wie man solche großen Formwunder überhaupt stabil und zuverlässig konstruieren kann.

Geht nicht? Gibt’s nicht!

Sattler, Prediger Lichtberater

Ulrich Sattler beim Firmenrundgang. Foto: Würth Künzelsau/Daniel Köhler

Pendelleuchten als fragil anmutenden Ring zu fertigen, ist übrigens tatsächlich sehr schwierig, da es viele Berechnungen braucht. Für Ulrich Sattler war es aber von vornherein klar, dass so etwas funktionieren wird – man muss eben nur den richtigen Lösungsweg finden. Und was wäre das Leben schon ohne Herausforderungen? Davon gibt es bei Sattler dann auch genügend. Immer wieder geht Ulrich Sattler mit neuen Designideen in seine Produktionsabteilung und stellt dort seine Visionen vor. Widerspruch, dass man das nicht bauen könne, lässt er nicht gelten. Und das ist auch gut so, denn tatsächlich haben seine Mitarbeiter bis jetzt immer einen Weg gefunden, die neuartigen Ideen umzusetzen. Manchmal gehen sie selbst dann sogar noch einen Schritt weiter und verbessern ein Detail, mit dem der Chef eigentlich schon zufrieden war – nur sie selbst eben noch nicht.

Solch eine Symbiose ist nicht nur fruchtbar für die Kreativität, sondern auch für die Produktivität. Vor Jahrzehnten war Sattler noch eine kleine regionale Elektrofirma in Baden-Württemberg. Inzwischen gehört das Unternehmen dank Ulrich Sattler und seinen Mitarbeitern zu den gefragtesten Leuchtenherstellern im High-End-Bereich, die ebenso Sonderanfertigung an die großen Konzerne weltweit verkaufen, wie auch den Frisör von nebenan mit brillantem Licht versorgen. Gefertigt wird nach den anspruchsvollsten Standards überhaupt. Da einer der Exportschwerpunkte in den Vereinigten Staaten liegt, werden per se alle Leuchten nach US-Norm gefertigt – und diese ist wesentlich strenger als das europäische Pendant.

Von der Natur inspiriert

Sattler, Prediger Lichtberater

Ein Blick in die Produktion. Hier lässt man sich nicht nur von der Natur inspirieren, sondern arbeitet auch mit ihr. Foto: Andreas Körner

Auch die verbauten LEDs gehen weit über die Standarderwartungen hinaus. Das beginnt bei der Lebensdauer, geht über deren Maximaltemperatur und endet bei der Lichtbrillanz. Denn bei Sattler verlässt keine Leuchte das Werk, die nicht mindestens einen CRI-Wert von 90 hat. Meistens liegt die Lichtbrillanz sogar noch darüber. Nicht zu vergessen, dass fast alle Produktionsschritte im Firmensitz selbst ausgeführt werden. Allein die Pulverbeschichtung sowie das Polieren werden von externen Firmen übernommen. Den Luxus eines externen Polierers leisten sich heute nur noch wenige Manufakturen. Viele setzten inzwischen auf verchromten Stahl. Das wiederum kommt für Ulrich Sattler gar nicht in Frage, wie er selbst sagt, da dieses Verfahren die Qualität des Materials mindere. Wer für Qualität bezahle, der solle auch Qualität bekommen.

Bei all den hohen Eigenansprüchen verwundert es nicht, dass inzwischen unzählige Sattler-Leuchten mit diversen Designpreisen überhäuft wurden. Tendenz steigend. Denn Ulrich Sattler zieht seit jeher sein eigenes Ding durch. Zwar informiert er sich, was gerade in der Leuchtenbranche aktuell ist und im Trend liegt, aber er orientiert sich nicht daran. „Wir wollen mit unserem eigenen Kopf denken“, bringt er sein Erfolgsgeheimnis knapp und bescheiden auf den Punkt. Wobei er im nächsten Atemzug dann aber zugibt, doch bei jemandem zu kopieren. Nämlich bei der Natur. Alle Formen und Bewegungen und Funktionen seiner Leuchten wurden von der Natur inspiriert.

Bei Sattler gehen Qualität und Funktionalität Hand in Hand

Sattler, Prediger Lichtberater

Die Liebe zum Detail eint alle Mitarbeiter. Foto: Sattler

Wobei diese Naturnähe nicht der einzige Schlüssel zum Erfolg der Firma ist. Denn neben der hohen Qualität der Produkte stach unseren Lichtberatern noch etwas anderes ins Auge: alle Leuchten haben eine sehr hohe Alltagstauglichkeit. So lassen sich bei den Avveni-Leuchten etwa Linsen ganz einfach dank Magnet auf den Leuchtköpfen anbringen. Und die Leuchtköpfe selbst sind wiederum lediglich mit einem Magneten mit dem Korpus verbunden, sodass sie stufenlos in alle möglichen Richtungen gedreht werden können. Wie bei einem Kugelgelenk im menschlichen Körper. Was sich sehr simpel anhört, ist in Wahrheit eine High-Tech-Entwicklung. Denn schließlich muss der Magnet ja auch stark genug sein, um die Leuchtenköpfe zu fixieren.

Die Avveni-Leuchtenfamilie ist für die detaillierte Durchdachtheit der Sattler-Produkte allerdings nur eines von zahlreichen Beispielen, denn mit solchen Raffinessen können letztlich alle Leuchten der baden-württembergischen Manufaktur aufwarten, die mit ihrer Kompetenz in Sachen Licht Kunden auf der ganzen Welt begeistert. Nur eines sucht man im Sattler-Gebäude vergebens. Lichtschalter. Denn die komplette Beleuchtung wird von einem Lichtmanagementsystem gesteuert, das sich am Tageslicht und der Präsenz im Raum orientiert, wie Ulrich Sattler unseren Lichtberatern lächelnd erklärte. Auch hier ist die Firma also einmal mehr Vorreiter. Eine Auswahl von Sattler-Leuchten finden Sie übrigens nicht nur in unseren Showrooms in Hamburg, Berlin und Düsseldorf, sondern auch in unserem Online-Shop.

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