Light + Building: Rat für Formgebung verleiht den Design Plus Award 2016

Nachdem der deutsche Rat für Formgebung erst im Februar den German Design Award 2016 verliehen hatte, lud er einen guten Monat später – am 13. März 2016 – zur nächsten Auszeichnungsveranstaltung. Im Rahmen der kürzlich zu Ende gegangenen Light + Building 2016 in Frankfurt/Main wurden nämlich 25 Leuchten mit dem Design Plus Award prämiert. Vier davon sogar mit der Auszeichnung „Best of“. Am Wettbewerb beteiligt hatten sich in diesem Jahr 129 Unternehmen aus 25 Ländern mit 214 Produkten, die allesamt auf der weltgrößten Messe für Licht, Beleuchtung und Haustechnik ausgestellt wurden.

Überzeugten nicht nur die Besucher am Artemide-Stand, sondern auch die Expertenjury des Design Plus Award 2016: Die Pendelleuchten Unterlinden, die von Herzog & de Meuron designt wurden. Alle Fotos: Hersteller / Design Plus Award

Überzeugten nicht nur die zahlreichen Besucher am Artemide-Messestand, sondern auch die Expertenjury des Design Plus Award 2016: Die Pendelleuchten Unterlinden. Alle Fotos: Hersteller / Design Plus Award

Auch die Leuchten-Hersteller aus dem Prediger-Portfolio fanden sich in den Siegerlisten wieder. Artemide freute sich beispielsweise über zwei Preise, Vibia und serien.lighting jeweils über eine Auszeichnung. Mit unter anderem Trilux, Erco oder Arkoslight erhielten weitere namhafte Hersteller die begehrten Awards. Und: Alle ausgezeichneten Leuchten wurden außerdem während der sechs Messetage auf einem eigens eingerichteten Sonderschau-Areal namens „Design Plus powered by Light + Building“ in der Halle 1.2 ausgestellt.

Artemide, Vibia und serien.lighting freuen sich über Auszeichnungen

Der Design Plus Award, der vom Rat für Formgebung in Zusammenarbeit mit der Light + Building am Eröffnungstag der Messe verliehen wurde, repräsentiert den Innovationsgehalt und die zukunftsweisenden Produktleistungen der in Frankfurt am Main vertretenen Aussteller und legt gleichzeitig ein großes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit und den Komfort der präsentierten Neuheiten. Der Wettbewerb versteht sich als Empfehlung für Besucher und Endverbraucher, denn aus der unüberschaubaren Fülle an Neuheiten und Trends selektiert eine unabhängige Fachjury im Vorfeld der Messe die ihrer Meinung nach bahnbrechendsten Entwicklungen der Leuchten-Hersteller. In diesem Jahr gehörten dazu die Pendelleuchten Unterlinden sowie Les Danseuses vom italienischen Hersteller Artemide, daneben auch noch die Pendelleuchte Flamingo vom spanischen Fabrikanten Vibia sowie die vielseitig einsetzbare Wandleuchte App aus dem Hause serien.lighting.

Schwungvoll und einzigartig: Artemides neue Pendelleuchte Les Danseuses steht nie still. Dadurch entstehen immer neue Formen des Leuchtenschirms.

Schwungvoll und einzigartig: Artemides Pendelleuchte Les Danseuses, die vom Schweizer Atelier Oi entworfen wurde steht nie still und gehörte zu den am meisten beachteten Leuchten auf der Light + Building 2016.

Prädikat „Best of“ für Artemides neue Pendelleuchte Unterlinden

Artemides Pendelleuchte Unterlinden, die von Herzog & de Meuron entworfen wurde, gehörte sogar zu den vier Leuchten, die beim Design Plus Award auch das Prädikat „Best of“ erhielten. Die Begründung für die Auswahl findet sich im kürzlich veröffentlichten Design Plus 2016 Magazine: „Bei dieser Pendelleuchte gefiel der Jury vor allem der besondere Umgang mit dem Material und die schlichte, ehrliche Klarheit in der Formgebung. Sie ist ein extrem schönes Produkt, das formal und funktional auf hohem Niveau überzeugt.“ Entwickelt wurde die Unterlinden-Pendelleuchte vor allem für den Einsatz in Museen, sie lässt sich aber auch hervorragend im Wohn- und Essbereich einsetzen und gehörte während der sechs Messetage zu den Highlights am Stand von Artemide. Auch die vom Schweizer Atelier Oi entworfene Pendelleuchte „Les Danseuses“ wurde viel beachtet. Das lag vor allem daran, dass diese Leuchte mit einem „tanzenden“ Leuchtenschirm ausgestattet ist, der sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten um das Leuchtmittel herum bewegt und mit seinem per Laser bearbeiteten Stoff immer wieder andere Figuren entstehen lässt.

Zwei überzeugende Lichtquellen für den Wohn- und Objektbereich

Pendelleuchte Flamingo von Vibia

Pendelleuchte Flamingo von Vibia

Etwas klassischer, aber nicht weniger faszinierend, muten da schon die beiden Preisträger der Qualitätsmarken Vibia und serien.lighting an, die von der unabhängigen Fachjury ebenfalls mit einem Preis bedacht wurden. Die von Designer Antoni Arola für Vibia entworfene Pendelleuchte Flamingo überzeugte die Jury, weil sie über ihren Diffusor aus thermoplastischem, transparentem Material ein herrlich angenehmes Umgebungslicht abgibt und gleichzeitig durch die integrierten LEDs auch punktuelles Licht abgibt. Die große Vielfalt an Modellen ermöglicht überdies den Einsatz in allen denkbaren Anwendungssituationen.

Wandleuchte App von serien.lighting

Wandleuchte App von serien.lighting

Die Auszeichnung für die zeitlos schlichte, quadratisch geformte App-Wandleuchte von serien.lighting erscheint dagegen auf den ersten Blick vielleicht ein wenig überraschend. Bei genauerem Hinsehen offenbart diese Leuchten-Neuheit allerdings ihre Stärken und punktet in allen für die Jury wichtigen Punkten. Denn die beeindruckende Lichtwirkung, die starke Energieeffizienz, die große Wartungsfreundlichkeit und die intelligente Einbindung individueller Gestaltungsräume in die formale Neutralität eines schlichten Leuchtenkörpers machen die von Fabian Baumann und Sönke Hoof designte App zu einem Allroundtalent beim multifunktionalen Einsatz sowohl im Objektbereich als auch im privaten Wohnraum.

Chance für den Nachwuchs: 13 Auszeichnungen gehen an die „Young Professionals“

Neben den etablierten Marken und den bekannten Herstellern haben sich in diesem Jahr auch 88 Studierende und junge Absolventen der Studiengänge Produkt- sowie Industriedesign und Architektur- bzw. Innenarchitektur mit spannenden Konzepten und Lösungen am Design Plus Award 2016 beteiligt. Am Ende gab es in der Kategorie „Young Professionals“ 13 Gewinner, von denen drei den „Best of“-Preis verliehen bekamen. „Die Auszeichnung ist ein Gütesiegel für Produkte, welche sowohl Zukunftsfähigkeit, innovatives Design als auch energieeffiziente Technik vereinen“, erklärte Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, während der Preisverleihung. Er dankte allen Teilnehmern, Juroren und vor allem dem Rat für Formgebung. „Die große Bandbreite der Einreichungen ist eine positive Erfolgsbilanz für den Wettbewerb“, so Marzin weiter.

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Bereits am 6. Januar nahm die Expertenjury auf dem Messegelände in Frankfurt am Main alle Einreichungen genau unter die Lupe. Hier ein Eindruck von der Jurysitzung. Foto: Lutz Sternstein / Design Plus Award

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