So arbeitet Designer Philippe Starck mit Flos zusammen

Eigentlich hatte Philippe Starck nie vor, Designer zu werden. Er fühlt sich bis heute eher als Entdecker. In der Lichtbranche ist er vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Leuchtenhersteller Flos bekannt. Eine seiner bekanntesten und kontroversesten Schöpfungen ist wohl die „Gun Collection“.

Eigentlich hatte Philippe Starck nie vor, Designer zu werden. Er fühlt sich bis heute eher als Entdecker. In der Lichtbranche ist er vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Leuchtenhersteller Flos bekannt. Eine seiner bekanntesten und kontroversesten Schöpfungen ist wohl die „Gun Collection“.

Designer Philippe Starck arbeitet seit Jahren erfolgreich mit Flos zusammen. Foto: Jean-Baptiste Mondino

Philippe Starck geht es darum, mit seinen Erfindungen so viele Menschen wie möglich zu bereichern, das steht immer im Vordergrund seines Schaffens. Dieser Ansatz hat ihn zu den Pionieren des Konzepts des „democratic designs“ gemacht. E-Bikes, Architektur oder die Raumfahrt: Für Philippe Starck und seine Arbeit scheint es keine Grenzen zu geben. Über Licht sagt Phillipe Starck: „Nur das, was im Licht ist, erwacht zum Leben“.

Zusammenarbeit von Starck und Flos

Laut eigener Aussage ist der Designer seit jeher ein Fan der Gandini-Familie. Besonders mit dem aktuellen Unternehmenschef Piero Gandini verbinde ihn eine tiefe Sympathie. Er gäbe den Designern den Freiraum und die technologischen Möglichkeiten, ihre Kreativität auszudrücken. Eine der bekanntesten Früchte der Zusammenarbeit des Designers und dem Leuchtenhersteller ist die Leuchtenserie „Guns Collection“ von 2005. Der kontroverse Designer kreiert mit dem morbiden Bild einer Schusswaffe als Leuchtenkörper ein politisches Symbol:

„I imagined the Gun as a Kalashnikov to represent war, I chose gold to represent money, the black lampshade with crosses inside as a reminder of our lost ones.This lamp is a tribute. To our fathers, our brothers, our sisters...To all those who perished for our benefit.“


Die Guns-Serie soll auf die Folgen von Waffengewalt aufmerksam machen. Foto: Flos/Germano Borrelli

Die edel anmutenden Nachbildungen von Waffen sollen also daran erinnern, wie viele Menschen Kriegen zum Opfer fallen. Flos spendet deswegen zwanzig Prozent der Erlöse der Serie dem Verein "Frères des Hommes Europe Association". Die europäische Organisation setzt sich für internationale Zusammenarbeit ein, indem Regionen in Afrika, Asien und Lateinamerika in wirtschaftlichen und sozialen Plänen unterstützt werden.

Reduktion auf eine Ästhetik des Wesentlichen

Aber Starck hat für Flos noch weitere spannende Leuchtenmodelle entworfen. Ebenfalls sehr beliebt ist die Tischleuchte Bon Jour, die der Designer 2015 entwarf und die auch in einer kabellosen Version verfügbar ist. Sie begeistert außerdem mit einem reduzierten Design, der transparente Leuchtenschirm lässt die Bon Jour beinahe zerbrechlich wirken. Gleichzeitig sieht der Designer in ihrer Farbenvielfalt und Austauschbarkeit des Schirms eine Möglichkeit, die eigene Kreativität auszudrücken. Einen ähnlichen Hintergrund weist ein anderer der Bestseller Starcks auf: Die Tischleuchte Miss K besticht ähnlich wie die Bon Jour mit einem schlichten, aber hochgradig ästhetischem Design. Dieses Modell gilt als Reinterpretation der klassischen Lampe und wurde bereits 2004 von Starck entworfen.

Die Tischleuchte Miss K überzeugt mit einer schlichten Eleganz. Foto: Flos/Frank Huelsboemer

Man darf gespannt sein, welche Lichtkreationen sich den Erfolgen der Vergangenheit noch anschließen werden, denn Starck hat noch große Pläne: „Ich bin davon besessen, ohne Werkzeuge das Ziel zu erreichen. Deshalb ist es mein Traum, Licht ohne eine Lampe zu erzeugen.“