Mediziner bestätigen: Licht macht gesund, leistungsfähig und glücklich

Was die Wissenschaft seit den 1970er Jahren in zahlreichen Studien hinlänglich belegt hat, dürfte jeder schon mal selbst bemerkt haben: Licht hat auf den menschlichen Organismus eine wohltuende Wirkung. Zumindest dann, wenn es sich um natürliches Tages- bzw. Sonnenlicht handelt. Man fühlt sich wacher, fitter, leistungsfähiger. Kurzum, einfach glücklicher. Vor allem im Sommer, wenn genügend natürliches Sonnenlicht zur Verfügung steht. Im Winter sind wir aber auf der Arbeit und in den eigenen vier Wänden jahreszeitbedingt auf viel künstliches Licht angewiesen, das – je nach Dosierung – schlechtestenfalls sogar krank machen kann. Der Zusammenhang zwischen Licht und Gesundheit lässt sich also nicht von der Hand zu weisen. Doch wie und wann beeinflusst das Licht unseren Biorhythmus?

Das natürlich Sonnenlicht hat eine wohltuende Wirkung. Das merken wir vor allem im Winter, wenn wir vermehrt auf künstliche Beleuchtung angewiesen sind. Der Biorhythmus wird dadurch beeinflusst. © M-image / Fotolia.com

Die ersten Sonnenstrahlen wecken bekanntlich Frühlingsgefühle, während viele Menschen am Jahresende zunächst Herbstdepressionen bekommen und dann in den Winterblues fallen. Dazwischen, also im Sommer, sind die Tage besonders lang und die meisten Menschen entsprechend aktiv bzw. produktiv. Das liegt am natürlichen Sonnenlicht, welches erwiesenermaßen eine wohltuende Wirkung auf den menschlichen Organismus bzw. dessen Biorhythmus hat.

Der Biorhythmus des Menschen wird vom Licht bestimmt

Der Mensch ist von Natur aus an die tages- sowie jahreszeitlichen Veränderungen der Sonne gewöhnt und richtet seine biologische Uhr, den so genannten Circardianen Rhythmus, danach aus. Denn – und das haben Forscher schon vor vielen Jahren nachgewiesen – überall im Körper befinden sich lichtempfindliche Zellen, die einerseits auf natürliches Tageslicht, aber auch auf künstliches Licht reagieren. Dem komplexen Rezeptorsystem aus Ganglienzellen, die sich auf der Netzhaut im Auge befinden, kommt diesbezüglich eine ganz besondere Rolle zu. Denn je nach Lichtfarbe bzw. Farbspektrum des Lichts, das auf eben diese Ganglienzellen trifft, produziert der menschliche Organismus Hormone, die den Körper auf die entsprechenden Phasen sowie Aufgaben im 24 Stunden währenden Circardianen Rhythmus einstellen.

So sieht der natürliche Tagesverlauf des Sonnenlichts aus, das neben des Farbspektrums auch seine Lichtfarbe verändert. Grafik: Esylux

So sieht der natürliche Tagesverlauf des Sonnenlichts aus, das auch seine Lichtfarbe verändert. Grafik: Esylux

Morgens wirkt Sonnenlicht aktivierend, abends beruhigend

Vom natürlichen Tageslicht am Morgen oder Mittag angeregt, schüttet der Körper die aktivierenden Hormone Serotonin und Cortisol aus, die echte Wachmacher sind. Abends, wenn die Sonne untergeht und das natürliche Licht wärmer bzw. warmweiß wird, produziert der Körper hingegen mehr Melatonin, das auch als so genanntes „Schlafhormon“ bekannt ist und für Ruhe sorgt. Der Grund für die unterschiedlichen Wirkungen bzw. Auswirkungen sind die unterschiedlichen Farbspektren des Lichts und die damit einhergehende Änderung der Farbtemperatur, die sich je nach Leuchte bzw. (LED-)Leuchtmittel auch immitieren lässt. Ist der Blau-Anteil nämlich wie bei kaltweißem oder Tageslicht höher, wirkt es aktivierend. Überwiegt dagegen der Rot-Anteil wie bei abendlichem Sonnen- oder warmweißem Licht, wirkt es auf den menschlichen Organismus eher beruhigend.

Künstliche Beleuchtung: Weniger ist fast immer auch gesünder

Nach Meinung fast aller Lichtforscher und Mediziner spielt das Licht eine ganz entscheidende Rolle für die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Menschen. Licht wird deshalb gern auch als „Medikament zum Glücklichsein“ bezeichnet. Vorausgesetzt natürlich, es ist optimal auf die jeweilige Situation und die spezifischen Anforderungen bzw. Aufgaben abgestimmt. Da das natürliche Sonnenlicht vor allem im Winter nur in sehr begrenztem Maße zur Verfügung steht, kommt der künstlichen Beleuchtung eine große Rolle zu. Schließlich verbringen die Menschen einen Großteil ihrer Lebenszeit in geschlossenen Räumen. Als optimal für die Beleuchtung von Räumen gilt seit jeher eine ausgewogene Mischung aus Tageslicht und künstlicher Beleuchtung. Je mehr natürliches Licht zur Verfügung steht, umso besser. Doch je nach Bauform oder Lage des Arbeitsplatzes, gibt es in vielen Räumen leider zu wenig bzw. gar kein Tageslicht.

Kunstlicht hat ein anderes Farbspektrum als Tageslicht

Fehlendes Tageslicht kann durchaus negative Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben und zum Beispiel so genannten „Lichtstress“ hervorrufen, wie der Lichtforscher Prof. Dr. Fritz Hollwich bereits in den 1970er Jahren nachgewiesen hat. Da sich nämlich das künstliche Licht in seiner spektralen Zusammensetzung erheblich vom natürlichen Sonnenlicht unterscheidet, hat es auf den menschlichen Organismus eine andere, meist aktivierende Wirkung. Und weil das künstliche Licht die Melatonin-Produktion im menschlichen Körper unterdrückt, wird der natürlich Schlaf-Wach-Rhythmus dadurch beeinflusst. Zu viel Kunstlicht bringt also die innere Uhr durcheinander, wenn es seine Lichtfarbe nicht ändert bzw. sich nicht dem natürlichen Tageslichtverlauf der Sonne anpasst.

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Die Stehleuchte Prana+ von Hersteller Esylux kann nach Wunsch die Farbtemperatur des Lichts verändern: Von angenehm warmweißem Licht (von links) über neutralweißes ist auch Tageslicht möglich. Foto: Esylux

Zu wenig Tageslicht: Forscher warnen vor negativen Langzeit-Folgen

Langfristige Folgen eines verschobenen Tagesrhythmus sind, das belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien, neben Schlafmangel vor allem depressive Erkrankungen, ein höheres Tumorrisiko und sogar Herzinfarkte. Um diese Krankheitsrisiken zu minimieren, empfehlen Wissenschaftler und Ärzte eine ausgiebige Nutzung des Tageslichts und den Einsatz von Kunstlicht-Leuchten, die ihre Farbtemperatur analog zum natürlichen Tagesverlauf des Sonnenlichts ändern können. In Zeiten der modernen LED-Beleuchtung ist das glücklicherweise möglich, es müssen vor allem am Arbeitsplatz nur die entsprechenden Leuchten eingesetzt werden. Zwar sind so genannte biologische Leuchten wie die Prana+ von Esylux in der Anschaffung meistens teurer, dafür wirken sie aber wahre Wunder. Schließlich steigern sie die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und damit auch das Wohlbefinden der Menschen. Und daran sollte schließlich jedem Chef gelegen sein.

Fazit: Forscher haben bereits in den 1970er Jahren nachgewiesen, dass das Licht einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit des Menschen hat. Natürliches Sonnen- bzw. Tageslicht wirkt auf den menschlichen Organismus besonders positiv, zu viel Kunstlicht kann dagegen den Biorhythmus durcheinanderbringen und negative Folgen nach sich ziehen.

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Gutes Licht fördert die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, vor allem im Büro. Bei diesem Beispiel wurde die Grundbeleuchtung durch mehrere individuell steuer- und dimmbare Stehleuchten ergänzt. Foto: Prediger

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