Vielseitig und immer passend: Licht in Hotel und Gastronomie

Wohl und Wehe von Cafés, Restaurants und auch Hotels hängt stark davon ab, ob sich die Gäste dort wohlfühlen. Und gutes Licht beeinflusst diesen Wohlfühl-Faktor extrem. Henning Schultz, Lichtberater aus Berlin, weiß, worauf man achten muss.

Anlaufpunkt Rezeption: Lineare LED-Leisten unter und hinter dem Tresen inszenieren diesen, Pendelleuchten und Deckenstrahler sorgen für die nötigen Lichtakzente. (Foto: Christoph Kügler)

Ein entscheidender Faktor bei Gastronomie und Hotellerie ist die sogenannte Aufenthaltsqualität: Wie wohl fühlen sich die Gäste dort? Möchten sie gerne länger bleiben oder wollen sie schnell wieder weg? Je nach Nutzung will man mal das eine, mal das andere fördern: Im gemütlichen Restaurant dürfen nach dem Abendessen gerne noch ein paar Getränke bestellt werden, im Fast-Food-Restaurant oder der Betriebskantine fällt dieses Verweilen eher kürzer aus. Eine subtile und doch sehr effektive Methode, um die Aufenthaltsqualität zu beeinflussen, ist das Licht.

Durchdachtes Wechselspiel von Licht und Schatten

Lichtexperte Henning Schultz weiß, worauf zu achten ist: Er ist überregionaler Verkaufsleiter bei Prediger Lichtberater. „Licht sorgt für Orientierung“, so Henning Schultz, „insbesondere direktes Licht erzeugt Lichtinseln, die die Aufmerksamkeit lenken.“ Pendelleuchten oder Deckenstrahler können so die Rezeption als Anlaufpunkt betonen. In der Gastronomie lassen sich einzelne Tische als Rückzugsorte inszenieren. Auch Laufwege sowie Ein- und Ausgänge lassen sich mit solch einer Akzentbeleuchtung geschickt hervorheben. Wichtig ist, dass nicht gleichmäßig hell ausgeleuchtet wird, betont der Lichtexperte: „Effekte wie diese beruhen auf einem durchdachten Wechselspiel von Licht und Schatten.“

Die Grundlage einer effektvollen Lichtinszenierung ist das Zusammenspiel von Akzent- und Allgemeinbeleuchtung. Letztere sorgt für Raumübersicht und Orientierung. Mit seinem weichen und gleichmäßigen Charakter bietet sich indirektes Licht dafür an. Eine zeitlos-moderne Möglichkeit dafür ist die sogenannte Voutenbeleuchtung: In einer konstruktiven Fuge – meist im Übergang zwischen Decke und Wänden, manchmal auch in Bodennähe – lässt man eine LED-Leiste oder ähnliche lineare Lichtquellen ein. Sie beleuchtet den Raum über die Reflexion und betont Struktur und Architektur. Flure lassen sich so sanft illuminieren. Noch dekorativer und faszinierender wird der Effekt, wenn die Lichtleisten unterhalb von Möbeln wie Theken oder Tresen montiert sind. In einer Lobby, Lounge, im Wellness- oder Spa-Bereich, wo die Gäste längere Zeit verbringen, kann solch eine dekorative Beleuchtung viel zur guten Stimmung beitragen.

Beim Lichtkonzept sind Fachleute gefragt

Nicht unterschätzen sollte man allerdings die biologische und psychologische Wirkung von Licht. Je nach Helligkeit und Farbtemperatur wirkt das Licht mal aktivierend und belebend, mal beruhigend und entspannend. Und wer sich früh Gedanken macht, kann mit einer einzigen Lichtinstallation und intelligenter Lichtsteuerung unterschiedlichste Lichtmomente schaffen. Henning Schultz: „Bevor man solche Konzepte plant und einbaut, sollte man sich am besten von qualifizierten Fachleuten beraten lassen. “ Das spart Zeit, Geld und Nerven.

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