Licht für die Welt: Zum 90. Todestag von Thomas Alva Edison

Auch wenn die Glühbirne bereits Vergangenheit ist: Der Mann, dem ihre Erfindung zugeschrieben wird, hatte einen gigantischen Einfluss auf die Art, wie wir heute leben. Thomas Alva Edison starb am 18. Oktober 1931. Eine Erinnerung zum 90. Todestag. 

Portrait-Aufnahme des Erfinders und Unternehmers Thomas Alva Edison.
Erfinder und Unternehmer Thomas Alva Edison starb am 18.10.1931.

Ein kurzer Druck auf den Lichtschalter, ein Klick in der App oder ein Satz zum Sprachassistenten und schon ist es hell. Licht immer und überall scheint heute selbstverständlich. Dabei ist die elektrische Beleuchtung relativ jung: Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts das elektrische Licht die Wohnstuben eroberte, war die industrielle Revolution bereits im vollen Gange und Jules Verne hatte seine Geschichten über Mondflüge und Unterseeboote längst geschrieben.

Edison macht die Glühlampe alltagstauglich

Die Erfindung der sogenannte Glühbirne wird heutzutage gerne Thomas Alva Edison zugeschrieben – was stimmt, und doch wieder nicht. Mit dem Prinzip, Strom durch einen Draht oder Faden fließen zu lassen und so Licht zu erzeugen, haben vor Edison auch schon andere experimentiert, manche mit größerem, andere mit geringerem Erfolg. Das Prinzip, Metalldrähte mit elektrischem Strom zum Glühen zu bringen, war seit Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt, ab den 1850er Jahren wurden zahlreiche Patente für Glühlampen angemeldet. So auch von Edison, der sein Patent am 27. Januar 1880 erhielt. Doch auch wenn Edisons Patent nicht so bahnbrechend-genial war, wie die Legendenbildung es lange erscheinen ließ, verfügte seine Glühlampe über etwas, was den Produkten seiner Miterfinder fehlte: Markttauglichkeit. Vielleicht hat Thomas Edison die Glühlampe nicht im engeren Sinne erfunden, aber er hat sie auch für private Haushalte praktisch nutzbar gemacht.

Der Erfinder meldete über 1000 Patente an

Thomas Edison erkannte allerdings auch, dass seine Erfindung nur eingeschränkt nützlich war, solange die Haushalte nicht an das Stromnetz angeschlossen waren. Die Elektrifizierung New Yorks, bei der Edison und seine Electric Light Company den Ton angaben, spielte eine mindestens ebenso wichtige Rolle in der Geschichte des elektrischen Lichts wie die Glühlampen-Entwicklung selbst. Doch so modern einem heute die Idee vorkommen mag, nicht mit dem eigentlichen Produkt „Glühlampe“, sondern mit dem zum Betrieb nötigen Strom Geld zu verdienen: Edison war zeitlebens ein Erfinder, kein Unternehmer. Die ökonomische Ernte fuhren andere ein, obwohl Thomas Edison insgesamt über 1000 Patente anmeldete – darunter den Phonographen als Vorläufer der Schallplatte, den Kinetographen und das Kinetoskop als Urvater moderner Kameras und Filmprojektoren sowie den elektrischen Stuhl.

Nachhaltiger als die Erfindungen selbst bewerten Historiker heute die industrielle Organisation der Erfinder-„Arbeit“, die Edison einführte. Und auch heute findet sich eine seiner Erfindungen in fast jedem Haushalt: Das sogenannte „Edison-Gewinde“, das der Erfinder für seine Kohlefaden-Glühlampe entwickelte, und für das das E auch bei heutigen Fassungen wie E27 oder E14 steht. Sogar für den Nobelpreis war der Erfinder 1915 nominiert. Am 18. Oktober 1931 starb Edison im Alter von 84 Jahren. Noch heute ziert ein Stern mit seinem Namen den Hollywood Walk Of Fame, und in den USA wird an seinem Geburtstag, dem 11. Februar, jährlich der National Inventor’s Day – zu Deutsch „nationaler Erfindertag“ – gefeiert.

Zum Seitenanfang