Hamburger Weihnachtsbeleuchtung: Passagenviertel und Neuer Wall im Lichtermeer

Glänzende Lichter gehören zur Weihnachtszeit mindestens genauso wie Spekulatius oder Zimtsterne. Während die Tage immer dunkler werden, erstrahlen die Innenstädte deswegen umso mehr. In Hamburg sind das Passagenviertel und der Neue Wall für ihre prächtige Weihnachtsbeleuchtung bekannt, dort gibt es dieses Jahr auch eine beeindruckende Neuerung.

Weihnachtsbeleuchtung Hamburg
Die Weihnachtsbeleuchtung in der Hamburger Innenstadt begeistert die Passanten. Foto: Otto Wulff BID Gesellschaft mbH

Da strahlen nicht nur Kinderaugen, wenn die Weihnachtsdekoration in den Straßen Hamburgs angebracht wird und damit die Weihnachtszeit einläutet. Anders als in vielen anderen Städten wird die Weihnachtsbeleuchtung in der Hamburger Innenstadt durch die Interessengemeinschaft und die Grundeigentümer der jeweiligen Quartiere organisiert. Vernetzt sind sie über das City Management, das die einzelnen Lichtbilder im Blick behält und dafür Sorge trägt, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

Beeindruckende Lichtkugel im Passagenviertel

Das einmalige Lichtkonzept „Sternzauber“ im Hamburger Passagenviertel verzaubert seit 2014 die Innenstadt und gehört für die Hamburger mittlerweile fest zur Weihnachtszeit. Ausgerichtet wird es von dem BID (Business Improvement District) Passagenviertel. Seit der Erstinstallation wurde die Weihnachtsbeleuchtung noch einmal verdichtet. Insgesamt besteht sie aus vier illuminierten Schriftzügen „Passagenviertel“ und den zahlreichen LED-Lichtsträngen, die das gesamte Gebiet entlang der Straßenzüge überspannen.

Lichtkugel Hamburg
Die neue Lichtkugel lässt sich im Passagenviertel bewundern. Foto: BID Passagenviertel / Michael Zapf

Dieses Jahr wurde das Lichtkonzept für das Passagenviertel jedoch entscheidend erweitert: Seit dem 21. November gibt es eine imposante Lichtkugel im Kreuzungsbereich Hohe Bleichen / Poststraße zu bewundern. Die im Durchmesser fünf Meter große und insgesamt 500 Kilogramm schwere Installation ist die neue Attraktion im Passagenviertel. Sie begeistert die Hamburger mit verschiedenen Lichtstimmungen, denn jedes Kristall ist separat ansteuerbar. Damit verwandelt der „Sternzauber“ das Passagenviertel dieses Jahr mit insgesamt 7.700 Lichtkristallen in ein atemberaubendes Lichtermeer.

Neuer Wall erstrahlt mit 23 Lichtbögen

Dieses Jahr wurde die sehenswerte Weihnachtsbeleuchtung am Neuen Wall am 25. November zum 14. Mal eingeschaltet. Das feierliche Einschalten auf dem Bürgermeister-Petersen-Platz hat sich mittlerweile zu einer echten vorweihnachtlichen Tradition entwickelt. Dieses Jahr sind rund 1000 Mieter, Anlieger und Eigentümer zusammengekommen, um das Ereignis bei einem warmen Kakao oder Glühwein zu feiern und die neue Lichtdekoration zu bewundern. Das BID Neuer Wall, das für die Planung und Organisation der Beleuchtung zuständig ist, hat dieses Jahr vier Neuer-Wall-Schriftzüge an den Eingängen und insgesamt 23 märchenhafte Lichtbögen aufspannen lassen.

Lichtbögen Hamburg
Im Passagenviertel sind die Lichtbögen seit Jahren fester Bestandteil der Weihnachtszeit. Foto: BID Passagenviertel / Michael Zapf

Die Hamburger Weihnachtsbeleuchtung muss sich damit nicht hinter der von Metropolen wie Zürich oder London verstecken und beweist auch beim Thema Nachhaltigkeit Weitblick. Während bei der Lichtinstallation am Neuen Wall nach und nach die Glühbirnen gegen LEDs ausgetauscht werden, um den Energieverbrauch zu reduzieren, wurde dieser Aspekt beim „Sternzauber“ von Anfang an berücksichtigt. Die dort verwendeten LEDs verbrauchen insgesamt nur 875 Watt, was einem handelsüblichen Föhn gleichkommt. Die weihnachtlichen Lichter bleiben noch bis Heilige Drei Könige am 6. Januar. Es gibt also noch reichlich Gelegenheit, die imposante Straßendekoration bei einem Bummel in der Innenstadt zu bestaunen.

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