Gutes Licht ist wichtiger als die Einrichtung

Zu diesem Ergebnis kommt die im Auftrag von Philips  durchgeführte Forsa-Umfrage und gibt damit überraschende Einblicke in das Thema Licht und Wohnen. Gemütlichkeit und Beleuchtung haben den höchsten Stellenwert für die etwa 1.000 befragten Deutschen.

Living White by Philips

Unter Leitung von Iska Schönfeld, Senior Manager Philips Lighting Solutions, diskutierten Lichtdesigner, Innenarchitekten und Lichtspezialisten aus verschiedenen Disziplinen in einer Expertenrunde die Ergebnisse der Umfrage, aktuelle Trends und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Licht. Verblüffend für alle: bei den repräsentativ Befragten hat der Aspekt der Gemütlichkeit eine große Bedeutung und Gemütlichkeit wird gleichzeitig mit angenehmer Beleuchtung assoziiert. Die Unkenntnis der Deutschen über die Eigenschaften verschiedener Leuchtmittel und derer Lichtqualität ist aber genau so auffällig und lässt die Schwierigkeiten der Branche erkennen.

Die Alternativen zur Glühlampe

Obwohl die meisten Alternativen zur Glühlampe grundsätzlich bekannt sind, bestehen doch Unsicherheiten und häufig werden den neuen Leuchtmitteln falsche Eigenschaften zugeschrieben. Ein Drittel der Befragten glaubt, dass LED-Lampen und Halogenglühlampen Schadstoffe enthalten. Das ist nicht richtig, denn nur Energiesparlampen und Leuchtstofflampen besitzen einen geringen Anteil gasförmigen Quecksilbers. Die Wahrnehmung der Befragten, dass Energiesparlampen und LED-Lampen ein kaltes, ungemütliches Licht abgeben, kann nur mit der rasanten Weiterentwicklung der Leuchtmittel und dem Versäumnis, den Verbraucher darüber zu informieren, erklärt werden. LED- und Energiesparlampen gibt es schon seit mehreren Jahren mit einer warmweißen Farbtemperatur.

Lichtqualität und Energie sparen – ein Widerspruch?

Die Mehrheit der Deutschen wollen Energie sparen. Sie achten auf das Energielabel beim Kauf von Elektrogeräten und löschen das Licht, wenn Sie den Raum verlassen. Mit einer Mehrheit von 68 Prozent tauschen sie Glühlampen gegen effizientere Leuchtmittel. Dabei wird besonders auf die Langlebigkeit der Lampe geachtet. Ein niedriger Stromverbrauch und die Schadstofffreiheit folgen danach. Qualitative Aspekte wie Farbwiedergabe oder Einschaltzeiten haben einen untergeordneten Stellenwert.

Mit allen ihren Eigenschaften wie der warmen Lichtfarbe, der Schadstofffreiheit und ihrer Langlebigkeit sind LEDs eigentlich die Wunschleuchtmittel der Deutschen. Das Problem ist nur, dass sie es nicht wissen, weil die tatsächlichen Eigenschaften der LEDs zu wenig bekannt sind.
Iska Schönfeld, Senior Manager Philips Lighting Solutions

Wo ist eine gute Beleuchtung wichtig?

Die Hälfte der Befragten ist sich der atmosphärischen Wirkung des Lichts bewusst. Sie setzen Leuchten bewusst zur Inszenierung ihres Wohnraums ein. Die andere Hälfte sieht die Beleuchtung als pragmatisches Mittel für gute Sehbedingungen. Fragt man nach den Lichtquellen, die Lichtstimmungen schaffen können, wird als erstes die Kerze genannt. Wenige nennen die Dimmbarkeit und farbige Beleuchtung als stimmungsunterstützend.

Philips LED-Leuchten zur Wohnraumbeleuchtung

In welchen Räumen achten die Deutschen besonders auf gute Lichtstimmung? Mit nur 17 Prozent nennt die Studie das Schlafzimmer als letztes in der Rangfolge für gute Lichtverhältnisse. Kinderzimmer, Außenbereich und Flur sind im unteren Mittelfeld angesiedelt. Im Badezimmer, Esszimmer, Arbeitszimmer und Wohnzimmer achten die Befragten zu 50 Prozent auf eine angenehme Lichtstimmung. Die Küche hat geschlechterunabhängig die wichtigste Bedeutung bei der guten Beleuchtung. Bei der Frage nach den Eigenschaften einer guten Beleuchtung, zählen viele Befragte nur die technischen Eigenschaften auf. Die Lichtqualität und Komfortmerkmale moderner Beleuchtung stehen nicht im Vordergrund ihrer Beurteilung.

Licht ist wie Musik

Die Studie zeigt die Kluft zwischen professionellen und privaten Anwendern. Der Verbraucher sieht Licht überwiegend als ein Hilfsmittel zur Alltagsbewältigung. Er kennt die unterschiedlichen Leuchtmittel – aber nur unter dem Motto des Energiesparens. Er merkt, wenn Licht nicht stimmig ist, weiß meist aber nicht, was diesen negativen Eindruck auslöst. Das ist kein Vorwurf an den Verbraucher, es ist eher eine Aufforderung an die Lichtbranche, den Menschen das raumbildende und erlebbare Phänomen Licht näher zu bringen. Längst hat die Forschung das Einwirken von Lichtverhältnissen auf den psycho-physiologischen Zustand eines Individuums bestätigt. Als Kommunikationsmittel zwischen der äußeren Umbegung und der eigenen inneren Gefühlswelt trägt Licht zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden bei.

Mit Licht ist es ähnlich wie mit Musik, sagt Iska Schönfeld, da sind die Geschmäcker ja auch nicht gleich und was wir morgens zum Aufwachen hören, taugt selten zur Entspannung am Abend.

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