Glühlampenverbot – 60 Watt verschwindet in Deutschland

Am 1. September ist die dritte Stufe des Glühlampenverbots erreicht. Zwei Jahre nach dem Aus der 100-Watt-Glühbirne dürfen 60 Watt nicht mehr in den Verkehr gebracht werden. Es ist ein Rückzug in Raten. Nächstes Jahr werden dann endgültig die 25- und 40-Watt-Modelle verschwinden. Verbraucher werden noch eine Zeitlang die Lagerbestände der Händler leer kaufen, bevor die ineffizienten Glühbirnen ganz verschwunden sind.

Hintergrund des Ausstiegs sind Vorgaben der Europäischen Union (EuP-Richtlinie). Weil Glühbirnen nur einen geringen Anteil der verwendeten Energie in Licht umwandeln und den Rest als Wärme abgeben, gelten sie als extrem ineffizient. Die EU hat deshalb beschlossen, dass sie schrittweise bis 2012 durch andere Leuchtmittel ersetzt werden sollen.

Aufregung der Verbraucher hat sich gelegt

Viel wurde über das Glühlampenverbot in der Anfangszeit 2009 diskutiert und gestritten. Allen voran Leuchtendesigner Ingo Maurer bezog mit seinem Euro Condom Stellung gegen ein Verbot.  Schützen Sie sich vor dummen Regeln, so kommentiert Maurer seinen Entwurf. Benutzen Sie das Euro Condom. Mit Hilfe eines dünnen Silikonüberzugs können klare Glühlampen, die vorläufig noch weiter verkauft werden durften, in mattierte Lampen verwandelt werden. Dann versuchten satirische Ingenieure die 100-Watt-Glühlampe in eine Miniheizung um zu taufen. Unter dem Namen Heatball vermarkteten sie die aussterbende Glühbirne, die ja bekanntlich 95% ihrer Energie in Wärme umwandelt, um sie so  für den Verbraucher im Handel zu halten. Aber dieser Versuch währte nicht lange. Ein Gerichtsurteil verbot diese vortäuschende Umdeklarierung. Selbst Politiker begehrten im Frühjahr dieses Jahres noch einmal gegen das Glühlampenverbot auf. Grund war eine Studie über Gesundheitsgefährdungen durch Quecksilber beim Bruch einer Energiesparlampen.  Aber auch diese Aufregung ebbte schnell ab. Und so scheint das Ende der Glühbirne besiegelt.

Alternative Leuchtmittel (v.l.n.r.): Eco-Halogen, Energiesparlampe, LED

Alternative Leuchtmittel

Gerne ersetzen Verbraucher die Glühlampe mit einer Energiesparlampe. Häufig geleitet von den rein ökonomischen Vorteilen, wie es allgemein kommuniziert wird. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass nicht jeder Einsatzort für Energiesparlampen geeignet ist. Ganz im Gegensatz zu einer Glühlampe erzeugen die Leuchtstofflampen ein flächiges Licht mit einer kälteren Lichtfarbe. Die Lichteigenschaften einer Energiesparlampe reichen nicht an das brillante Licht einer Glühlampe oder Halogenglühlampe heran. Nur wenn es wirklich um lange Brenndauern geht, spielen die Energiesparlampen ihre volle Stärke aus. Ein weiterer Leuchtmittelersatz, die zukunftsweisende, energiesparende LED-Technologie, ist für den Verbraucher  im Hausehalt noch zu teuer, als dass sie schon eine breite Alternative sein könnte. Welches Leuchtmittel kombiniert nun Lichtqualität und Kosten-Nutzen-Relation sinnvoll?

Unser Favorit: Halogenglühlampen. Sie gibt es mittlerweile als Eco-Halogen oder energiesparende IRC-Varianten. Sie können den Verbrauch um bis zu 30 Prozent reduzieren. Bei einer durchschnittlichen Schaltzeit pro Lampe von ein bis drei Stunden am Tag ein sinnvoller Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Lichtqualität.

Im Prediger Online-Shop finden Sie alternative Leuchtmitteln, die der europäischen Richtlinie entsprechen.

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