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Ausgeglüht – Das Ende der Glühlampe ist beschlossen

Behaglichkeit und warmes Licht, erzeugt durch die gute alte Glühbirne – Generationen von Menschen wussten das seit Beginn der weltweiten Industrialisierung zu schätzen. Doch die Energieeffizienz dieses Leuchtmittels ist nicht mehr zeitgemäß: Lediglich fünf Prozent der aufgenommenen Elektroenergie wird in Licht umgewandelt, 95 Prozent gehen als ungenutzte Wärme verloren.

Im Zeitalter der globalen Klimaerwärmung und dem damit einhergehenden, steigenden Umweltbewusstsein in der Gesellschaft wollen die europäischen Regierungen nun handeln. Die zuständige EU-Kommission hat in einer Grundsatzentscheidung beschlossen: Die Glühlampe wird zum Auslaufmodell.

Als erstes Land hatte Australiens Regierung im vergangenen Jahr verkündet, die Verwendung herkömmlicher Glühlampen zu untersagen, um den Energieverbrauch und den Ausstoß der die Atmosphäre aufheizenden Treibhausgase zu drosseln. Die Australier sind davon überzeugt, dass durch diese Maßnahme jährlich vier Millionen Tonnen weniger Kohlendioxid (CO2) freigesetzt werden. Auch in Neuseeland und Irland soll dem glühenden Draht als Klimakiller der Garaus gemacht werden.

Weltweit entfallen ca. 19 Prozent der verbrauchten Elektrizität auf Leuchtquellen, die alten Glühlampen verbrauchen davon allein zwei Drittel. Berechnungen zufolge würde die Einsparung von über 900 Milliarden Kilowattstunden Strom zu einer Reduzierung der globalen Emissionen von mehr als 450 Millionen Tonnen Kohlendioxid führen. Nach Expertenschätzung sind aktuell rund elf Milliarden Glühlampen im Einsatz. Ganze 325 große Kraftwerke sorgen allein nur für die globale Beleuchtung. Würden alle deutschen Haushalte auf Energiesparlampen umsteigen, könnten damit rund acht Milliarden Kilowattstunden Strom eingespart werden. Das entspricht der Stromproduktion von zwei Steinkohlekraftwerken. Das energiespezifische Einsparpotential ist also enorm. Und wer weniger Energie verbraucht, schont die Umwelt – und den eigenen Geldbeutel.

Doch was bedeutet dies konkret für den Privathaushalt? Ein Beispiel: Die Glühlampe mit 100 Watt kostet knapp einen Euro, eine von der Leuchtkraft vergleichbare Energiesparlampe (20 Watt) rund sieben Euro. Energiesparlampen leuchten bis zu 15000 Stunden, eine Glühlampe nur 1000 Stunden. In diesem Fall müssten also fünfzehn Glühlampen gekauft werden, um die Lebensdauer einer einzigen Energiesparlampe zu erreichen. Zusätzlich spart die Energiesparlampe über die gesamte Laufzeit rund 252 Euro an Stromkosten. Deshalb rechnet sich eine 20 Watt Energiesparlampe bereits nach einem Jahr.

Aufgrund der nun bald umzusetzenden Beschlüsse – ab 1. September 2009 werden zum Beispiel keine Glühlampen mit 80 oder mehr Watt mehr hergestellt – sind zurzeit viele private Haushalte verunsichert. Geht uns jetzt bald das Licht aus? Sind die Glühlampen zu Hause demnächst illegal? Nein, denn die im Juli 2005 erschienene EuP-Richtlinie für Öko-Design zielt auf die langfristige Reduzierung des Energieverbrauchs und arbeitet dem Europäischen Klimaschutzprogramm zu. Die Ausphasung, das schrittweise Aus dieser Leuchtmittel, findet für den Verbraucher somit erst ganz allmählich statt. Natürlich dürfen Glühlampen, die sich bereits im Großhandel befinden bzw. zu Hause schon in Nutzung oder gelagert sind, weiterhin verkauft bzw. verwendet werden. Lediglich die Produktion dieser Leuchtmittel innerhalb der EU wird dann ab einem genau festgelegten Terminplan in jährlichen Abstufungen eingestellt. Und allen Hausfrauen und –männern sei versichert: Glühlampen, die sich im Kühlschrank, Herd oder Backofen befinden, sind vom baldigen Aus nicht betroffen.

Während die Verbraucher also noch etwas Zeit haben, ihren vertrauten Glühlampen Lebewohl zu sagen, arbeiten die Hersteller von Leuchtmitteln bereits mit Hochdruck an den Alternativen. Und tatsächlich gibt es auf dem Markt schon Energiesparlampen mit durchaus vergleichbarer Lichtqualität und Optik.

Im Prediger Online-Shop finden Sie eine Vielzahl von Leuchtmitteln, die der europäischen Richtlinie entsprechen.

Das Bundesumweltministerium veröffentlicht über das nationale EuP-Netzwerk weitere Informationen zum Thema Öko-Richtlinie.

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