3. Nacht der Lichtkunst in der westfälischen Hellweg-Region

 

Am 24. November 2018 findet wieder die Nacht der Lichtkunst rund um Ahlen, Soest und Lippstadt statt. Ab 17 Uhr bietet dann Hellweg – ein Lichtweg e.V. ganz besondere Touren an. Und führt damit zugleich eine Neuerung ein.

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Claudia Schmackes „Undine“ ist in Lippstadt zu bewundern. Foto: Josef Wittrock

Noch im vergangenen Jahr fand das Programm der Nacht der Lichtkunst direkt rund um die 43 Lichtlandmarken, illuminierten Industriedenkmäler und Werken der Lichtkunst statt, die seit 2002 bis heute in der Hellweg-Region entstanden sind. Als Besucher hatte man die Qual der Wahl, zu welchem Event man gehen wollte – oder wie sich die unterschiedlichen Programme vielleicht miteinander verbinden lassen.

Die Organisatoren von Hellweg – ein Lichtweg e.V. möchten es ihren Gästen in diesem Jahr einfacher machen: Mit drei Hopp-On/Hopp-Off-Touren wird es erstmals Lichtreisen geben, bei denen man jederzeit aus- und zusteigen kann – wie bei einem Sightseeing-Bus in der Großstadt. Dreh- und Angelpunkt sind dabei vor allem Ahlen, Lippstadt und Soest. Denn von diesen drei Städten startet jeweils eine der drei Touren – und das dann sogar im Stundentakt. So kann man die Nacht wunderbar flexibel für sich gestalten und zugleich auch selbst aussuchen, welche der zahlreichen Veranstaltungen, die es nach wie vor rund um die Lichtkunstorte geben wird, man wahrnehmen möchte.

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Auch die „Arche“ von Christoph Hildebrand findet man in Lippstadt. Foto: Werner Hannappel/Kunststiftung der Sparkasse Lippstadt

Abwechslung pur bei der 3. Nacht der Lichtkunst

In Ahlen etwa werden stündlich Führungen durch die Außenlage des Museums angeboten, bei denen man unter anderem die Lichtkunstwerke von Heinz Mack bestaunen kann. In Lippstadt finden mit „Grüner Winkel“ und „Schifffahrtskanal“ indes zwei unterschiedliche Führungen zu den Lichthighlights in der Umgebung. Dabei fehlt Claudia Schmackes „Undine“ ebenso wenig wie etwa Christoph Hildebrands „Arche“. In Soest wird man als Besucher am Museum Wilhelm Morgner von einem Lichtkünstler persönlich empfangen, bevor einem die Werke von zum Beispiel Jan van Munster, Richard A. Cox oder molitor & kuzmin näher gebracht werden.

Neben den Hopp-On/Hopp-Off-Touren werden aber auch durchgängige und geführte Lichtreisen angeboten, die dann zum Beispiel auch nach Bergkamen, Schwerte, Lünen oder Unna führen. Und eine weitere Lichtreise richtet sich speziell an Familien mit Kindern zwischen sechs und 12 Jahren, denn hier gibt es für die Kids noch ein kleines kreatives Mitmachprogramm. Und so hat man dann letztlich als Besucher doch wieder die Qual der Wahl: lieber flexibel bleiben und aus- und zusteigen? Oder doch eher eine geführte Lichtreise ganz in Ruhe genießen?

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Die Lichtinstallation „Milky Way“ von Stefan Sous. Foto: Werner Hannappel/Kunststiftung der Sparkasse Lippstadt

Von James Turrell bis hin zu Bernardí Roig

So oder so lohnt es sich allerdings, um 16:15 Uhr in Unna zu sein, denn dann findet dort eine Dämmerungsführung in den Skyspace „Third Breath 2005/2009“ von Lichtkunstlegende James Turrell statt. Da die Gruppengröße auf 25 Personen begrenzt ist, sollte man sich schon im Vorfeld eines der begehrten Tickets sichern. Selbiges gilt auch für die geführten Lichtreisen.

Wenn eine dieser Touren bereits ausgebucht sein sollte, muss man sich als Besucher aber nicht allzu sehr grämen. Denn neben den öffentlichen Tourprogrammen, an denen man ja jederzeit flexibel teilnehmen kann, ist auch das Zentrum für Internationale Lichtkunst in Unna am 24. November 2018 ab 17 Uhr einen Besuch wert. Denn dann findet dort die Vernissage der Bernardí-Roig-Schau „Excess“ statt, für die auch Kurzführungen angeboten werden und die das vielfältige Angebot der 3. Nacht der Lichtkunst gekonnt abrunden.

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