Designklassiker Teil 15: Atollo von Oluce

Seit über 40 Jahren gilt die Atollo als Vorzeigeobjekt des italienischen Leuchtendesigns. 1977 von Vico Magistretti für den Traditionshersteller Oluce entworfen, hat die Tischleuchte auch heute nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Wir haben uns mit dem unverwechselbaren Design einmal genauer beschäftigt.

Zeitlos, edel und raffiniert: die Atollo fasziniert auch heute. Foto: Oluce

Streng genommen begann die Erfolgsgeschichte der Atollo bereits 1972. Denn in diesem Jahr wechselte der renommierte Designer Vico Magistretti von Artemide zu Oluce, um dort seinen neuen Posten als Art Director und Chef-Designer anzutreten. Fortan war er bei einem der ältesten italienischen Leuchtenhersteller also verantwortlich für alle produzierten Formen – was ihn nicht davon abhielt, selbst Leuchten für Oluce zu entwerfen. Und zwar Leuchten, die die Branche nachhaltig aufrütteln und beeinflussen sollten.

Die faszinierende Geometrie der Atollo

Magistretti designte nie um der schönen Form selbst willen. Ihm ging es immer darum, dem „Wesen des Objekts“ nachzugehen. Womit wir jetzt endlich im Jahr 1977 und damit bei der Atollo selbst wären. Für seine legendäre Tischleuchte verwendete Vico Magistretti drei geometrische Formen, um mit ihnen die klassische Leuchtenform nachzubilden: Zylinder, Kugel und Halbkugel. Durch diese geometrische Dekonstruktion gelang Magistretti zweierlei.

Mit ihrer klassischen Anmutung und ihren genau berechneten Proportionen bedient sie zum einen die „schöne Form“ in Perfektionen. Zum anderen bewirkt die strenge geometrische Aufteilung, die optisch an einen Pilz erinnert, aber auch, dass die Tischleuchte fast schon wie eine Skulptur aussieht. Und genau das ist es letztlich auch, was die Leuchte bis heute so faszinierend macht: majestätische Schlichtheit, die zu jeder Einrichtung passt, sich nahtlos eingliedert und trotzdem ein Eyecatcher ist.

Auch heutzutage passt die Atollo zu unzähligen Einrichtungsstilen. Foto: Prediger Lichtberater

Prämiertes Design von Vico Magistretti

Dieses Verschaffen einer Metaebene war in den 1970er-Jahren ein absolutes Novum und sorgte dementsprechend für viel staunende Aufmerksamkeit. Die Atollo entwickelte sich direkt zu dem Bestseller, der sie auch heute noch ist. Wobei sie bei den Konsumenten wie in der Fachwelt gleichermaßen für Begeisterungsstürme sorgte. So wurde die Atollo mit Designpreisen förmlich überhäuft – unter anderem 1979 mit dem legendären Compasso d’Oro.

Auch ziert die Tischleuchte inzwischen nicht nur schicke und designaffine Privatwohnungen und edel anmutende Geschäftsräume auf der ganzen Welt, sondern ebenso viele Designausstellungen in Museen. Ob nun das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe oder aber das Museum of Modern Art in New York – die Atollo ist zu einem Kultobjekt avanciert.

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Das gemütliche Licht der Leuchte wertet jede Raumatmosphäre auf. Foto: Oluce

Designklassiker bei Prediger Lichtberater

Seit 1989 wird die weiße Version der Leuchte aus mundgeblasenem Murano-Glas gefertigt. Auch die drei unterschiedlichen Größen der Atollo werden seit diesem Jahr angeboten. Die schwarze und die goldene Leuchtenversionen bestehen aus Aluminium. Doch egal, ob nun aus Glas oder Metall: der einzigartige homogene und diffuse Leuchteffekt bleibt immer gleich. Das Licht der Atollo wirkt heimelig und gemütlich und wertet so jede Raumatmosphäre gekonnt auf.

Alle Varianten der Atollo finden Sie auch in unserem Online-Shop. Wenn Sie sich indes lieber mit eigenen Augen von der einmaligen Lichtwirkung der Tischleuchte überzeugen möchten, laden wir Sie herzlich zu einem Besuch in einem unserer Showrooms ein. Unsere Prediger Lichtberater freuen sich auf Sie!

11. Juli 2019, Nicole Korzonnek
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