Tipps für eine gelungene Akzentbeleuchtung

Sie ist ein Hingucker und löst oft auch Emotionen aus. Außerdem sorgt sie für eine lebendige Atmosphäre und hebt besonders schöne Objekte allein mithilfe von Licht geschickt hervor. Die Rede ist von der Akzentbeleuchtung. Wir verraten Ihnen, wie Sie diese Beleuchtungsart am effektivsten einsetzen.

Akzentbeleuchtung, Prediger Lichtberater

Dank der Wandleuchten von Occhio werden hier Bilder wunderschön mit Licht akzentuiert. Alle Fotos: Prediger

Im Gegensatz zur Grundbeleuchtung, die in einem Raum für Orientierung und Sicherheit sorgt, hat die Akzentbeleuchtung vornehmlich einen dekorativen Zweck. Denn mit ihr kann man, wie der Name es schon verrät, besonders schöne Lichtakzente setzen, die entweder für sich allein stehen oder aber dafür genutzt werden können, um etwa Bilder, Pflanzen oder Skulpturen stimmungsvoll in Szene zu setzen. Am häufigsten findet man die Akzentbeleuchtung wohl im gewerblichen Bereich. Schließlich sollen schöne Dinge wie Dekorationsartikel, Schuhe oder Kleidung ins beste Licht gerückt werden, um den Kaufreiz zu erhöhen.

Auf den Abstrahlwinkel kommt es an

Aber Akzentbeleuchtung kann auch in den eigenen vier Wänden wahre Lichtwunder vollbringen. Wenn man sie denn richtig einsetzt. Dafür gilt es, mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Am Anfang steht da natürlich die Wahl der richtigen Leuchte. Für Bilder und Objekte eignen sich zum Beispiel engbündelnde Strahler am besten. Wenn das Licht von oben kommen soll, haben Sie eine große Auswahl: Schienenstrahler, Aufbau- oder Einbaustrahler eignen sich allesamt hervorragend, wenn sie das Licht enggebündelt abgeben.

Falls Sie den Abstrahlwinkel irgendwann auch mal variieren möchten, bietet es sich an, direkt auf Leuchten zu setzen, die da flexibel sind. Bei den Deckenstrahlern luì alte v Volt Zoom von Occhio ist der Name etwa Programm: hier können Sie das Licht wie beim Zoom eines Kameraobjektivs einstellen. Wem das zu technisch ist, dem seien Strahler empfohlen, bei denen man den Reflektor für kleines Geld austauschen kann, um so den Abstrahlwinkel zu ändern. Das ist zum Beispiel bei vielen Strahlern von prediger.base, wie der p.011 möglich. Beide hier vorgestellten Möglichkeiten teilen sich übrigens einen Vorteil, auf den Sie auch bei anderen Strahlern achten sollten, wenn Sie mit diesen Bilder und Objekte oder auch Möbel mit Licht akzentuieren möchten: der Farbwiedergabewert (CRI) sollte mindestens 90 betragen. Nur so können Sie sicher sein, dass Farben nicht verfälscht werden, wenn Licht drauf fällt.

Akzentbeleuchtung, Prediger Lichtberater

Ob nun Fernseher oder Skulptur – akzentuiertes Licht kann viele wohnliche Highlights setzen.

Akzentbeleuchtung kommt nicht nur von oben

Wobei sich gerade Objekte wie Skulpturen, Vasen oder andere dekorative Elemente nicht nur von oben anstrahlen lassen. Das geht auch von der Seite oder von unten. Inzwischen gibt es viele Wand- oder Bodenstrahler, die sich hervorragend für eine Akzentbeleuchtung eignen. Je nachdem, wie konzentriert das Licht auf das jeweilige Objekt fallen soll, muss dann natürlich noch der Abstand der Leuchte berechnet oder aber einfach ausgetestet werden. Mit einem Bodenstrahler können Sie zum Beispiel wunderbar größere Flächen oder aber auch Zimmerecken highlighten. Um eine normale Zimmerpflanze damit anzuleuchten, eignet er sich nur bedingt. Hier empfehlen wir kleine Tischstrahler wie etwa die p.017, die man ganz wunderbar hinter einem Blumentopf verstecken und nach oben ausrichten kann, sodass die Pflanze von unten wunderschönes atmosphärisches Licht bekommt.

Das Prinzip der Pflanzenbeleuchtung können Sie übrigens auch draußen im Garten anwenden. Mit Erdspießstrahlern lassen sich an Büschen, Sträuchern und Bäumen ganz wunderbare Lichtakzente setzen, die im Sommer zum Verweilen im eigenen Grün einladen, während sie im Herbst und Winter beim Blick aus dem Fenster die Stimmung aufhellen und für ganz viel Gemütlichkeit trotz schlechten Wetters sorgen. Ihrer eigenen Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Ähnliches gilt natürlich auch für Ihre Hausfassade. Wobei hier Lichtakzente nicht nur die Architektur betonen und lebendiger erscheinen lassen, sondern auch – im Gegensatz zum Innenbereich – für mehr Sicherheit sorgen. Wichtig ist nur, dass Sie im Außenbereich auf eine ausreichende Schutzart der Strahler achten, damit Sie auch lange Freude an dem Licht haben. IP44 sollte es mindestens schon sein.

Akzentbeleuchtung, Prediger Lichtberater

Auch im Garten kann Akzentbeleuchtung für eine wunderschöne Atmosphäre sorgen.

Zuviele Highlights verderben den Akzent

Ob nun im Innen- oder Außenbereich – bei beiden gilt: weniger ist manchmal mehr. Wenn etwa zuviele Lichtakzente gesetzt werden, kann schnell eine unruhige Atmosphäre entstehen, weil den Augen ein Übermaß an Anreizen geboten wird. Auch lohnt es sich, darauf zu achten, dass das Akzentlicht nicht zu hell ist. Sobald Sie ein angestrahltes Objekt nicht des Objektes willen anschauen, sondern weil das Licht so extrem auffällig ist, können Sie davon ausgehen, dass selbiges zu hell ist. Schnell wandert das Auge dann auch automatisch weg vom Einrichtungshighlight und hin zur Lichtquelle. Diese sollte bei der Akzentbeleuchtung in der Regel unauffällig sein, da sie schließlich Mittel zum Zweck ist.

Ausnahmen bestätigen hier natürlich die Regel. Es gibt durchaus Arten der Akzentbeleuchtung, wo auch die Leuchte mit im Vordergrund stehen sollte. Bestes Beispiel ist da etwa die Tischleuchte Nike von Catellani & Smith, die die Form eines Engels hat, der von oben mit einem kleinen LED-Spot angestrahlt wird. Hier wird also quasi die Skulptur zur Akzentbeleuchtung direkt mitgeliefert. Ein anderes Beispiel von Catellani & Smith ist die Tischleuchte Atman, die als edler Dekostein daherkommt, die aber wunderschöne Licht-und-Schatten-Spiele an der Wand ermöglicht, wenn man sie einschaltet.

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Achten Sie darauf, dass sich bei einer Bilderbeleuchtung das Licht nicht im Glas spiegelt.

Beziehen Sie die Umgebung mit ein

Wie auch immer Sie die Akzentbeleuchtung bei Ihnen Zuhause auch gestalten möchten, es gibt noch einen wichtigen Punkt, der beachtet werden sollte. Das Licht sollte nämlich weder blenden noch unnötig reflektieren. Hier kommt es vor allem darauf an, was wo wie mit Licht akzentuiert werden soll. Haben Sie zum Beispiel gerahmte Bilder hinter Glas, sollte selbiges nicht spiegeln. Möchten Sie ein Möbelstück anstrahlen, das neben einem hochglänzenden Sideboard steht, könnte es auch hier zu ungewollten Reflektionen kommen. Und wenn Sie eine Ecke ausleuchten möchten, sollte diese einen rechten Winkel haben.

Sie sehen schon: Akzentbeleuchtung kann sehr vielfältig eingesetzt werden – und ebenso viel gibt es dabei zu bedenken. Am besten, Sie probieren es einfach aus. Wenn Sie unsicher sind, was sich bei Ihnen Zuhause am besten eignet, dann schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an. Oder aber kommen Sie am besten direkt in einen unserer Showrooms in Hamburg, Berlin und Düsseldorf. Unsere Lichtberater helfen Ihnen gern.

8. November 2018, Nicole Korzonnek
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