Prediger-Ratgeber: So gelingt ein Lichtkonzept für hohe Räume

Sie wirken herrschaftlich und vermitteln den Eindruck von Größe und Freiheit: Hohe Räume. Doch so schön sie auch sind, in puncto Beleuchtung stellen sie Kunden wie Lichtplaner regelmäßig vor echte Herausforderungen. Aber keine Angst, natürlich gibt es für jedes Problem eine passende Lichtlösung. Wobei den großen Pendelleuchten in diesem Fall eine ganz besondere Rolle zukommt. Ohne sie geht in Räumen mit hohen Decken nämlich (fast) nichts. Trotzdem darf natürlich nicht auf zusätzliche Lichtquellen verzichtet werden, um die Architektur gekonnt in Szene zu setzen und dadurch die Raumwirkung entscheidend zu verbessern.

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Als Lichtobjekte sorgen ausladende Pendelleuchten wie die Zoom LED von Serien Lighting (links) und die PH Artichoke 600 von Louis Poulsen in hohen Räumen für Aufsehen. Fotos: Serien Lighting / Louis Poulsen

Wohlfühlatmosphäre entsteht bekanntlich immer dann, wenn die Architektur eines Raumes mit Hilfe von Farben, Einrichtungsgegenständen und vor allem Licht richtig in Szene gesetzt wird. Dafür ist erfahrungsgemäß mehr als eine einzelne Lichtquelle im Raum nötig. Schon allein deshalb, weil eine Pendelleuchte am mittigen Deckenauslass an einigen Stellen im Raum gern mal für unliebsame Schatten sorgen kann. Und das will ja niemand.

Ohne Pendelleuchten geht in hohen Räumen (fast) nichts

Dennoch ist eine Pendelleuchte in hohen Räumen – anders als bei vielen anderen Anwendungssituationen – immer noch unverzichtbar. Aus mehreren Gründen. Einerseits sorgt sie für eine gleichmäßige, diffuse Grundbeleuchtung. Je nach Größe des Raumes, der Leuchte und deren Lichtstrom bietet es sich manchmal auch an, mehrere Pendelleuchten zu installieren. Sie sorgen in Räumen mit hohen Decken nicht nur für Licht, sie füllen auch den großen Luftraum bis zur Decke aus und lassen diese dadurch in den Hintergrund treten. Das erhöht die Wohnlichkeit und damit natürlich auch die Atmosphäre. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn gleich mehrere Pendelleuchten mit unterschiedlichen Längen in einem Raum montiert werden. Dadurch kann ein Raum außerdem strukturiert werden. Zu guter Letzt sind Pendelleuchten viel mehr als ein funktionales Mittel zur Beleuchtung von Räumen – sie sind (kunstvoll gestaltete) Einrichtungsgegenstände, die je nach Größe und Design die Blicke auf sich ziehen.

Große Leuchten sind auch im ausgeschalteten Zustand ein Hingucker

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Die Smithfield von Flos in einer Galerie. Foto: Flos

Ob nun klassischer Kronleuchter oder Lichtobjekt mit ausgefallenem Design: In Räumen mit hohen Decken und viel Platz – also Altbauwohnungen, Galerien, Studios, Eingangsbereichen mit Atrium oder Treppenhäuser – gehört einfach eine ausladende, auffällige Leuchte mit einem langen Pendel. Sie verleiht dem Raum das gewisse Etwas, denn sie sorgt auch im ausgeschalteten Zustand für Aufsehen. Gleichzeitig lässt sie die Decke weniger hoch erscheinen und verhindert dadurch, dass diese Räume weder tagsüber noch abends wie eine kühle Halle wirken. Bei allem Anspruch an das Design sollte beim Kauf einer großen Pendelleuchte aber unbedingt auch auf die Lichtstärke und Lichtwirkung geachtet werden. Bestenfalls ist die Lichtverteilung diffus, so dass das Licht angenehm gleichmäßig im Raum verteilt und schließlich auch über die Wände reflektiert wird. Mit lediglich einer – wenn auch großen – Pendelleuchte ist eine gute Beleuchtung in „luftigen“ Räumen aber keineswegs sichergestellt, so dass sich auch hier die Verwendung verschiedener Lichtquellen bewährt hat.

Mehrere Lichtquellen sorgen für Spannung und betonen die Architektur

Dabei empfiehlt es sich, die Vertikalen ganz besonders zu betonen. Beispielsweise durch direktes und indirektes Licht von Wandleuchten, Schienenstrahlern, leistungsstarken Downlights oder so genannten Wallwasher-Leuchten, welche vor allem bei älterer Bausubstanz die Struktur der Wände hervorheben können. Mit zusätzlichen Leuchten und Strahlern kann die Architektur auch in Räumen mit hohen Decken noch besser herausgearbeitet, können beispielsweise Einrichtungsgegenstände oder Kunstwerke an der Wand akzentuiert werden. Mehrere Lichtquellen im Raum sorgen für Spannung. Es genügt in den meisten Fällen sogar schon, wenn die Leuchten, welche die große Pendelleuchte unterstützen, funktional und im Design zurückhaltend sind. Hier kommt es allein auf die richtige Ausrichtung und damit auf ihre Lichtqualität an, um das eigene Wohnambiente perfekt in Szene zu setzen. Verfügen die eingesetzten Leuchten dann auch noch über moderne LED-Technik und lassen sie sich außerdem noch getrennt voneinander schalten bzw. dimmen, steht einer modernen Beleuchtungslösung auch in hohen Räumlichkeiten überhaupt nichts mehr im Weg.

ARtemide Nur. das Foto: Prediger

In diesem kombinierten Wohn-Küchen-Ess-Bereich sorgen zwei große Nur-Pendelleuchten von Artemide für eine sehr gute Grundbeleuchtung. Zusätzlich kommen aber noch weitere Lichtquellen zum Einsatz. Foto: Prediger

6. Oktober 2016, Christian Buchholz
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