Nahezu unbegrenzte Möglichkeiten: Wie LEDs das Design verändern

Modernste Technik, ein mutiges Design und dann beeindruckt auch noch die Lichtwirkung nachhaltig. Die Möglichkeiten bei der Gestaltung von Licht und Leuchten sind heutzutage praktisch unbegrenzt. Hauptgrund ist – natürlich – die rasante (Weiter-) Entwicklung der LEDs. Die kleinen Punktlichtquellen eröffnen für Designer und Hersteller von Leuchten völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten. Dies betrifft sowohl die Form der Leuchte, als auch die Größe oder die Verwendung von Materialien für den Korpus.

Erinnert an die Silhouette eines Vogels und besticht durch eine einzigartige  Bauweise: Die WYNG-Pendelleuchte aus dem Hause LDM vereint alle Vorteile der LED-Technologie und ist ein einzigartiges Lichtobjekt. Foto: LDM

Erinnert an die Silhouette eines Vogels und besticht durch eine einzigartige Bauweise: Die WYNG-Pendelleuchte aus dem Hause LDM vereint alle Vorteile der LED-Technologie und ist ein einzigartiges Lichtobjekt. Foto: LDM

Klein, effizient und besonders langlebig. Außerdem gibt sie viel weniger Wärme an die Umwelt ab: Die LED punktet gegenüber den viele Jahre gebräuchlichen Leuchtmitteln mit einer ganzen Reihe von Vorteilen – und hat deshalb die Glüh-, Halogen- oder Energiesparlampe fast schon abgelöst. Kurz: Die LED ist längst in der Gegenwart angekommen. Das haben auch viele Leuchten-Hersteller und Designer erkannt und entwickeln mit jeder Menge Enthusiasmus viele neue Produkte.

Spektakuläre neue LED-Leuchte: Die WYNG von LDM

Sind die Leuchten-Neuheiten mit LED-Modulen ausgestattet, fehlt ihnen in der Regel der Leuchten-Sockel. Ein entscheidender Vorteil, wenn es zum Beispiel um die Bauhöhe des Korpus geht. Stattdessen werden die extrem flachen LED-Chips immer öfter fest im Korpus verbaut. So wie zum Beispiel bei der spektakulären Pendelleuchte WYNG, die die Lichtdesignmanufaktur LDM erst vor wenigen Wochen auf den Markt gebracht hat. Dabei sind die unsichtbaren LED-Module in einen sanft geschwungenen Korpus eingelassen, der nicht nur als Kühlkörper, sondern auch als Aufhängung dient. Er hält eine hauchdünne Acrylglasscheibe, die mit einem speziellen, lichtleitenden Material bedruckt ist. In dieses speziell entwickelte „Lightboard“, das einer Vogel-Silhouette nachempfunden ist, wird das Licht der LEDs unsichtbar eingekoppelt und über ein präzise berechnetes Punkteraster wieder ausgekoppelt. Das ermöglicht eine homogene, gleichmäßige und blendfreie Verteilung von Licht.

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Aktueller LED-Trend: Die einzelne Lichtquelle tritt in den Hintergrund

Filigranes Lichtobjekt: Die Nothing-Stehleuchte. Foto: Luceplan

Filigran: Die Nothing-Stehleuchte. Foto: Luceplan

Die LED-Lichtquelle tritt aber nicht nur bei der WYNG-Pendelleuchte in den Hintergrund. Auch Designer Francisco Gomez Paz hat die Möglichkeiten der LED bei der Gestaltung seiner Nothing-Stehleuchte für das italienische Traditionshaus Luceplan voll und ganz ausgelotet. Er hat die Halbleiter-Technologie in ein filigranes Gebilde aus Aluminium und Stahl integriert, das vor dem erstmaligen Gebrauch in Form gezogen werden muss. Danach lässt sich die Leuchte dann zwar nicht mehr verbiegen, aber sie beeindruckt mit einem künstlerischen Erscheinungsbild. Francisco Gomez Paz hat mit seinem Entwurf das konzeptionelle Design und das LED-Leuchtmittel auf das Wesentliche reduziert. Auch bei der Stehleuchte Spotnik Move von LDM ist die leistungsstarke LED-Technik in einen filigranen Leuchtenkopf integriert, der sich am schlanken Aluminium-Korpus schwenken lässt. Außerdem lässt sich die Lichtintensität mit dem integrierten Schnurdimmer regulieren.

Faszinierend: Wenn die LED-Leuchte auf Handbewegungen reagiert

Die Eyes-Leuchten von Senses reagieren auf Gesten. Foto: Senses

Die Eyes-Leuchten reagieren auf Gesten. Foto: Senses

Apropos Lichtsteuerung: Auf diesem Gebiet hat sich in den zurückliegenden Jahren ebenfalls sehr viel getan. Mittlerweile wird die LED-Technologie sogar mit einer berührungslosen Steuerung kombiniert – das beweist der Schweizer Hersteller Senses unter anderem mit seiner Leuchtenserie Eyes. Die Würfelform ist zwar relativ klassisch, im Inneren des Leuchtkörpers verbirgt sich aber eine absolut überzeugende Technik. Denn alle sechs Seiten lassen sich mittels Handbewegungen unabhängig voneinander steuern. Wie das funktioniert? Die integrierte Sensor-Technologie erkennt Gesten und reagiert natürlich auch auf diese. Ein kurzer Handzeig genügt und das Licht wird an- oder ausgeschaltet. Wird die Hand länger vor eine der Seiten gehalten, wird das Licht gedimmt. Faszinierend und gleichzeitig äußerst komfortabel.

Begeisterung: Designern und Hersteller nutzen die neuen Möglichkeiten

Das iPad wird an der Leuchte aufgeladen: D'E-Light von Flos.

Die Tischleuchte D’E-Light. Foto: Flos.

Wer seine LED-Leuchte dagegen als Ladestation für das iPhone, iPad oder den iPod nutzen möchte, für den hat Hersteller Flos die von Designer Philippe Starck entworfene Tischleuchte D‘E-Light im Angebot. Das klare, futuristisch anmutende Design dieser Leuchte wird durch einen cleveren Soft-Touch-Schalter ergänzt. Die D’E-Light ist aber nicht nur etwas für Fans von Apple-Geräten, auch alle anderen Tablets oder Smartphones können dank der optional integrierten USB-Schnittstelle mit einem entsprechenden Kabel an die Leuchte angeschlossen werden. Auch diese Leuchte ist also ein gutes Beispiel dafür, dass bei der Entwicklung von Leuchten längst über Lichtgrenzen hinaus gedacht wird. Oder anders ausgedrückt: Moderne LED-Technologie und ein aktuelles Design gehen immer öfter einher mit intelligenter Technik und größtmöglicher Funktionalität.

Fazit: Mit großer Begeisterung machen sich Hersteller und Designer von Leuchten die gewaltigen Möglichkeiten der LED immer besser zu Nutze. Und auch wenn sich das Leuchtmittel nicht mehr wie früher aus der Leuchte drehen und ersetzen lässt: Die LEDs sind mittlerweile so langlebig, dass die Kunden viele Jahre Spaß an ihren Designleuchten haben.

11. November 2015, Christian Buchholz
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