Glossar
A
B
Beleuchtungsstärke
Die Beleuchtungsstärke wird in der Maßeinheit Lux (lx) gemessen. Sie gibt den Lichtstrom an, der von einer Lichtquelle auf eine bestimmte Fläche trifft. Ein Lux entspricht dem Lichtstrom, der mit einem Lumen einen Quadratmeter Fläche gleichmäßig ausleuchtet. Gemessen wird die Beleuchtungsstärke mit Hilfe eines Luxmeters sowohl auf horizontalen als auch vertikalen Flächen.
C
CE (Communauté Européenne – franz. für Europäische Gemeinschaft)
Mit der CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller die Konformität des Produktes mit den betreffenden EG-Richtlinien und die Einhaltung der darin festgelegten wesentlichen Anforderungen. Dabei handelt es sich nicht um ein Sicherheitsprüfzeichen, vielmehr wird die CE-Kennzeichnung von den Herstellern eigenverantworlich auf einem Produkt oder der Verpackung angebracht.
Coolbeam
Coolbeam-Lampen werden auch Kaltlichtspiegellampen genannt. Diese besitzen einen dichroitischen Glasreflektor, der die Infrarotstrahlung nicht reflektiert sondern nach hinten ableitet. Dadurch reduziert sich die Wärmebelastung im Lichtbündel um bis zu 66 Prozent. Coolbeam-Lampen sind besonders für die lichtstarke Anstrahlung wärmeempfindlicher Objekte geeignet.
D
Dimmer
Mit Hilfe eines Dimmers lässt sich die Helligkeit einzelner Leuchten oder Leuchtengruppen regeln. Dimmen verändert nicht nur die Lichtatmosphäre, es dient auch der Energieeinsparung. Die Helligkeitssteuerung ist bei Hoch- und Niedervolt-Halogenlampen sowie Glühlampen möglich.
Direkte Beleuchtung
Wird das Licht direkt auf die gewünschte Fläche gelenkt, so spricht man von direkter Beleuchtung. Typisches Beispiel für die direkte Beleuchtung sind Schreibtischleuchten.
E
ENEC
Das ENEC-Zeichen ist das zwischen den Prüfstellen der Europäischen Union vereinbarte und europaweit anerkannte Konformitätszeichen für Leuchten und anderen Produkten der Elektrotechnik. Es steht für Normenkonformität mit den europäischen Sicherheitsnormen, insbesondere durch die EN 60598 und damit auch mit der deutschen VDE 0711. Produkte mit dem ENEC-Zeichen müssen sich denselben Prüfungen unterziehen, wie die mit dem VDE-Zeichen. Das ENEC-Zeichen wird in Verbindung mit der Identifikationsziffer der nationalen Prüfinstituts (z.B. 10 für den VDE) abgebildet.
EVG (Elektronisches Vorschaltgerät)
Das elektronische Vorschaltgerät ist eine zur Stromregulierung erforderliche Vorrichtung für den Betrieb von Entladungslampen (Leuchtstofflampen etc). Ohne Vorschaltgerät würde der Entladungsstrom durch die zu ihrer Funktion erforderliche Stoßionisation immer weiter ansteigen bis die Lampe zerstört wird oder die Sicherung anspricht. Bei kompakten Energiesparlampen ist das Vorschaltgerät im Schraubsockel integriert. Vorteile zum konventionellen Vorschaltgerät: flackerfreier Sofortstart, flimmerfreien Betrieb des Leuchtmittels, höhere Lichtausbeute und längere Lebensdauer.
F
Farbtemperatur
Gemessen wird die Farbtemperatur in Kelvin (K). Je kleiner die Kelvinzahl, desto wärmer die Farbtemperatur. Die Farbtemperatur einer Lichtquelle ist die Temperatur, die ein schwarzer Körper haben müsste, damit dessen Licht denselben Farbeindruck erweckt wie die tatsächliche Lichtquelle. Die Werte sind häufig nur ähnlichste Farbtemperaturen, da der schwarze Körper nicht jede beliebige Farbart annehmen kann.
G
GS (Geprüfte Sicherheit)
Geräte mit diesem Zeichen erfüllen einen hohen Qualitätsstandard, weil die Konformität mit dem Gerätesicherheitsgesetz bestätigt wird. Damit ein Hersteller das GS-Zeichen anbringen darf, für das er dann ein produktbezogenes Zertifikat erhält, muss das Produkt von einer autorisierten Prüfstelle (z.B. VDE, LGA oder TÜV) einer Baumusterprüfung unterzogen werden. Dementsprechend ist neben dem GS-Zeichen das Zeichen der Prüfstelle zu finden. Das GS-Zeichen ist das einzige gesetzlich geregelte Prüfzeichen für Produktsicherheit in Europa.
H
Halogen-Glühlampe
Im Vergleich zu herkömmlichen Glühlampen geben Halogen-Glühlampen ein weißeres Licht ab (Warmweiß-Bereich). Die Lebensdauer einer Halogen-Glühlampe ist höher als die einer Glühlampe. Unterschieden werden Halogen-Niedervoltlampen (12 Volt) und Halogen-Hochvoltlampen (230 Volt). Für Halogen-Hochvoltlampen werden keine zusätzlichen Betriebsgeräte benötigt, für Halogen-Niedervoltlampen ist ein Transformator erforderlich.
Halogen-Metalldampflampe
Halogen-Metalldampflampen unterscheiden sich in Lichterzeugung und Aufbau prinzipiell von den Halogen-Glühlampen. Sie besitzen eine höhere Lichtausbeute und vor allem auch eine erheblich bessere Farbwiedergabe bei einer hohen Lebensdauer.
I
Indirekte Beleuchtung
Bei einer indirekten Beleuchtung werden Decke oder Wand als Reflektionsflächen genutzt. Die indirekte Beleuchtung wird klassischerweise bei Deckenflutern genutzt: Das Licht wird zunächst vom Leuchtmittel Richtung Wand und/oder Decke gestrahlt und dadurch weiter im Raum verteilt. Bei Deckenflutern ist stets darauf zu achten, dass sich der Lichtaustritt über Augenhöhe befindet. Das Leuchtmittel muss gegen den Betrachter abgeschirmt sein, damit er vor Blendung geschützt ist.
J
K
Kardanische Leuchte
Eine Leuchte mit einer kardanischen Aufhängung ist besonders flexibel, da sie eine allseitige Drehung ermöglicht. Dieses kardanische Prinzip funktioniert durch einen Metallring, in den zwei weitere Metallringe ineinander drehbar gelagert werden und deren Achsen jeweils um 90 Grad gegeneinander versetzt sind.
KVG (Konventionelles Vorschaltgerät)
KVG ist eine zur Stromregulierung erforderliche Vorrichtung für den Betrieb von Entladungslampen (Leuchtstofflampen etc). Ohne Vorschaltgerät würde der Entladungsstrom durch die zu ihrer Funktion erforderliche Stoßionisation immer weiter ansteigen bis die Lampe zerstört wird oder die Sicherung anspricht. Bei kompakten Energiesparlampen ist das Vorschaltgerät im Schraubsockel integriert.
L
LED (Light Emitting Diode – Licht abgebende Diode)
LED-Leuchtmittel basieren auf der Umwandlung von elektrischer Energie in Licht. Sie funktionieren wie Halbleiterdioden, die in Durchlassrichtung Licht erzeugen. Spezifische Vorteile sind eine hohe Lebensdauer, Wartungsfreiheit, IR/UV-Freiheit des Lichts, geringer Energieverbrauch, Farbstabilität und Stabilität gegen Erschütterungen. Die Lebensdauer von LED beläuft sich auf ca. 50.000 Stunden.
Lumen
Lumen (latein. für Licht bzw. Leuchte) ist die Maßeinheit für den Lichtstrom, der auf eine bestimmte Projektionsfläche trifft. Dabei wird die Lichtleistung gemessen, die sich auf eine Flächeneinheit bezieht und in Lux angegeben wird.
M
N
Natriumdampf-Hochdrucklampe
Natriumdampf-Hochdrucklampen sind Leuchtmittel, die vor allem für die Straßenbeleuchtung eingesetzt werden. Charakteristisch für Natriumdampf-Hochdrucklampen ist das orange-gelbe Licht (Warmweißer Bereich). Ihre mittlere Lebensdauer beträgt ca. 30.000 Betriebsstunden, das entspricht ca. 3,5 Jahren Dauerbetrieb. Die Natrium-Hochdrucklampen benötigen für den Betrieb Zünd- und Vorschaltgeräte.
Natriumdampf-Niederdrucklampe
Natriumdampf-Niederdrucklampen sind in Konstruktion und Funktion mit Leuchtstofflampen vergleichbar. Zu den besonderen Vorzügen der Natriumdampf-Niederdrucklampen gehört eine außergewöhnlich hohe Lichtausbeute ebenso wie eine hohe Lebensdauer. Das abgebende Licht ist sehr gelblich, was für eine große Sehschärfe sorgt, allerdings haben Natriumdampf-Niederdrucklampen eine schlechte Farbwiedergabe.
O
P
PAR
PAR ist die Abkürzung für Parabolic Aluminized Reflector. PAR-Lampen sind geschlossene Leuchtmittel, die es in zwei Versionen gibt: als Glüh- oder Hochvolt-Halogenlampen – immer mit einem E27-Schraubsockel. Sie werden überwiegend für Anstrahlungen – also für gerichtetes Licht – eingesetzt und sind mit unterschiedlichen Ausstrahlungswinkeln erhältlich.
Q
Quecksilberdampf-Hochdrucklampe
Die Quecksilberdampf-Hochdrucklampe ist ein relativ kompaktes Leuchtmittel, das überwiegend für Straßen- und Industriebeleuchtung eingesetzt wird. Sie zeichnet sich durch eine hohe Lichtausbeute und Lebensdauer aus. Wegen ihres geringen Rotanteils ist die Farbwiedergabe allerdings nicht optimal.
R
Reflektor
Ein Reflektor dient der Lichtlenkung. Er kann sich entweder in der Lichtquelle selbst, also am Leuchtmittel befinden oder als Bauteil an der Leuchte. Je nach Bauart eines Reflektors entstehen unterschiedliche Lichtstärkeverteilungen und Ausstrahlungswinkel. Bei einigen modernen Leuchten werden Reflektoren auch zur Einfärbung des Lichts eingesetzt.
RGB
Die Abkürzung RGB steht für die Grundfarben Rot, Grün und Blau.
RGB-Leuchte
Eine RGB-Leuchte dient vor allem der dekorativen Beleuchtung mit der Möglichkeit zum Farbwechsel. So können mit einer RGB-Leuchte aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau individuelle Lichtfarben gemischt werden.
S
Schutzart
Die Schutzart bezeichnet den Schutz einer Leuchte vor äußeren Einflüssen. Dargestellt wird sie mit den Buchstaben IP (Ingress Protection) und einer zweistelligen Zahl. Die erste Kennziffer (1 bis 6) steht für den Schutz gegen das Eindringen von Fremdkörpern, die zweite Kennziffer (1 bis 8) informiert über den Grad des Feuchtigkeitsschutzes. Wird eine der beiden Schutzart-Kennziffern nicht ausgewiesen, steht dafür ein großes X, was ungeprüft bedeutet.
Schutzklasse
Nicht zu verwechseln mit der Schutzart sind die Schutzklassen. Es gibt die Schutzklassen 0 bis III, wobei die höhere Zahl für den größeren Schutz steht.
T
Transformator
Mit Hilfe von Transformatoren lassen sich elektrische Wechselspannungen herauf- oder heruntertransformieren, das heißt erhöhen oder verringern. In der Beleuchtungstechnik häufig verwendete Transformatoren wandeln die Netzspannung 230 Volt (Primärseite) in Kleinspannung (Sekundärseite) von 6, 12 oder 24 Volt um. Elektronische Transformatoren sind kleiner, kompakter, leichter, leiser und sparsamer im Energieverbrauch.
U
V
VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik)
Der VDE ist ein Industrie- und Berufsverband. Er dokumentiert Sicherheit und Normenkonformität eines elektrotechnischen Erzeugnisses gegen elektrische, mechanische, thermische und sonstige Gefährdungen. Daher befindet sich auf vielen Leuchten das VDE-Zeichen. Der VDE vergibt auch das europäische Sicherheitsprüfzeichen ENEC.
W
X
Y
Z
Charakteristisch




